Deutsche Redaktion

"Koalition der Willigen" trifft sich in Paris

27.03.2025 10:45
Rund dreißig Staats- und Regierungschefs beraten über künftige Maßnahmen zur Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte, zur Überwachung eines möglichen Waffenstillstands sowie über die umstrittene Idee eines militärischen Einsatzes nach einem Friedensschluss.
Paryż zamyka 500 ulic dla ruchu samochodowego.
Paryż zamyka 500 ulic dla ruchu samochodowego.Brastock/shutterstock

In Paris findet heute ein Treffen der sogenannten „Koalition der Willigen“ statt – einem Zusammenschluss von Staaten, die sich für Sicherheitsgarantien für die Ukraine einsetzen. Rund dreißig Staats- und Regierungschefs beraten über künftige Maßnahmen zur Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte, zur Überwachung eines möglichen Waffenstillstands sowie über die umstrittene Idee eines militärischen Einsatzes nach einem Friedensschluss.

An dem Gipfel werden die Regierungschefs aller 27 EU-Mitgliedstaaten teilnehmen. Polen wird durch Ministerpräsident Donald Tusk vertreten. Zudem sind der NATO-Generalsekretär, Spitzenvertreter der EU-Institutionen sowie Delegierte aus Kanada, Australien und der Türkei sowie Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj eingeladen.

"Wir erwarten neue, starke Entscheidungen"

Selenskyj forderte im Vorfeld des Treffens konkrete Schritte: „Wir erwarten vor allem neue, starke Entscheidungen. Es ist an der Zeit, substanzielle Diskussionen über Sicherheitsgarantien und die Entsendung von Partnerkontingenten in die Ukraine zu führen.“ Dabei betonte er, dass diese Truppen nicht für Kampfeinsätze an der Front vorgesehen seien, sondern zur Abschreckung Russlands dienen sollten.

Die Idee, nach einem Friedensschluss Truppen in die Ukraine zu entsenden, stammt von Frankreich und Großbritannien. Während sich viele Länder der Initiative angeschlossen haben, zeigen sich einige – darunter Polen – gegenüber einem solchen Schritt bislang zurückhaltend.

IAR/adn

Polen wird keine Truppen in die Ukraine entsenden

12.12.2024 13:30
Polen will der wichtigste logistische Stützpunkt für die Friedenstruppen in der Ukraine sein. Warschau werde jedoch keine Truppen in das Land entsenden. Die Stellungnahme Warschaus kommt inmitten von Fragen, was passiert, wenn Donald Trump nach seinem Amtsantritt einen Waffenstillstand zwischen der Ukraine und Russland durchsetzt.

Tusk nach Londoner Gipfel: „Der Westen wird Putins Erpressung nicht nachgeben“

02.03.2025 21:30
Mehr Waffen, mehr Geld, NATO-Friedenstruppen in der Ukraine. Londoner Gipfel stellt den Kurs für Europa fest.

Gipfel in Paris: Europa ringt um den Einsatz von Friedenstruppen

11.03.2025 11:19
Das Treffen wurde von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron initiiert. Insgesamt nehmen rund 30 Staaten an den Beratungen teil, viele davon per Videokonferenz.