Sikorski erklärte, er hätte es begrüßt, wenn der Präsident bereits versucht hätte, auf Trump einzuwirken. Gleichzeitig rief er Nawrocki dazu auf, den ungarischen Regierungschef Viktor Orbán von seiner ablehnenden Haltung zu Sanktionen gegen Russland abzubringen. Orbán plane laut Sikorski einen Besuch in Moskau und blockiere derzeit wichtige Entscheidungen zugunsten des Friedens.
„Das ist der Moment, seinen Einfluss zu nutzen“, betonte Sikorski. Anstatt sich innenpolitisch zu positionieren, müsse der Präsident „etwas für das Vaterland tun“. Er richtete den Appell auch an Politiker der PiS, die nach eigener Darstellung ebenfalls über Einfluss auf Trump verfügen sollen.
Krieg in der Ukraine und mögliche Perspektiven
Der Außenminister betonte, der Krieg werde erst dann enden, wenn Russlands Präsident erkenne, dass seine Ziele „zu akzeptablen Kosten“ nicht erreichbar seien. „Ich glaube nicht, dass er schon an diesem Punkt ist, aber ich hoffe, mich zu irren“, so Sikorski.
Die US-Regierung hatte Kiew einen 28-Punkte-Plan vorgelegt, der laut Medien einen Verzicht auf die NATO-Mitgliedschaft, eine Reduzierung der ukrainischen Armee und Gebietsabtretungen an Russland vorsah. Präsident Trump sprach zuletzt von noch offenen Streitpunkten und kündigte ein Treffen mit den Präsidenten der Ukraine und Russlands an, sobald eine Einigung absehbar sei. Kiew erklärte, der Entwurf sei inzwischen auf 19 Punkte reduziert.
PAP/jc