Deutsche Redaktion

Bethlehem: Heiligabend im Schatten des Krieges in Gaza

25.12.2025 14:30
Die Augen der westlichen Welt richten sich heute auf Bethlehem, die Stadt der Geburt Christi. In der palästinensischen Stadt sind offizielle Weihnachtsfeierlichkeiten des lateinischen Ritus geplant. Es sind die ersten Feiertage seit dem Ende des Krieges im nahe gelegenen Gaza, der auch für die palästinensischen Bewohner Bethlehems spürbare Folgen hat.
Die palstinensischen Einwohner hoffen auf Besucher, doch es sind weiterhin keine Feiertage wie frher. Die Behrden in Bethlehem betonen, dass rund 80 Prozent der Bevlkerung vom Tourismus leben. Wegen des Krieges in Gaza wrden jedoch Touristen und Pilger das Heilige Land meiden.
Die palästinensischen Einwohner hoffen auf Besucher, doch es sind weiterhin keine Feiertage wie früher. Die Behörden in Bethlehem betonen, dass rund 80 Prozent der Bevölkerung vom Tourismus leben. Wegen des Krieges in Gaza würden jedoch Touristen und Pilger das Heilige Land meiden. Michal Gorski/wikimedia commons

Wie jedes Jahr begannen die Feierlichkeiten in Bethlehem am Mittag mit dem feierlichen Einzug des lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, in die Stadt. Um Mitternacht fand die Christmette in der Katharinenkirche statt, gefolgt von einer Prozession zur nahe gelegenen Basilika und zur Grotte, in der Jesus Christus zur Welt gekommen sein soll.

Krieg hat Touristen abgeschreckt

Die palästinensischen Einwohner hoffen auf Besucher, doch es sind weiterhin keine Feiertage wie früher. Die Behörden in Bethlehem betonen, dass rund 80 Prozent der Bevölkerung vom Tourismus leben. Wegen des Krieges in Gaza würden jedoch Touristen und Pilger das Heilige Land meiden. In der Folge sei die Arbeitslosigkeit von 14 auf 65 Prozent gestiegen. Zu diesen Feiertagen treffen erste, aber kleine Besuchergruppen ein. Nach Angaben der örtlichen Behörden sollen die Hotels in Bethlehem zu rund 70 Prozent ausgelastet sein, ausländische Gäste seien jedoch weiterhin selten. Das anhaltende Leid der Palästinenser im Gazastreifen sorge dafür, dass in Bethlehem kaum festliche Stimmung wahrzunehmen sei.

Westjordanland in der Krise

Bethlehem liegt im von Israel besetzten Westjordanland, nur wenige Kilometer von Jerusalem entfernt. Der Krieg im nahegelegenen Gaza, neue Kontrollpunkte und Einschränkungen sowie Unruhen in den palästinensischen Gebieten haben zu dem schwersten wirtschaftlichen Einbruch auf dem Westjordanland seit Jahren geführt.
Die Behörden in Bethlehem haben dieses Jahr beschlossen Weihnachtsfeierlichkeiten wieder zu organisieren, nachdem ein von US-Präsident Donald Trump vermittelter fragiler Waffenstillstand den Krieg zwischen Israel und der Hamas in Gaza vorerst gestoppt hat.

Obwohl Gaza rund 60 Kilometer von Bethlehem entfernt liegt, hat der Krieg die Palästinenser im von Israel besetzten Westjordanland schwer getroffen. Viele haben Familie und Freunde in Gaza, und der Krieg hat den Tourismus, auf den Bethlehems Wirtschaft angewiesen ist, stark beeinträchtigt. Laut Angaben von lokalen Behörden mache der Tourismus direkt und indirekt rund 80 Prozent der Wirtschaft der Stadt aus. Mehr als 8.500 Familien in Bethlehem seien auf Besucher als Einkommensquelle angewiesen, berichtete die britische Zeitung Financial Times.

IAR/ps


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