Deutsche Redaktion

Polizei-Chef: Nach Kriegsende droht neue Welle organisierter Kriminalität

05.01.2026 11:28
Marek Boroń warnt, dass nach Kriegsende Vertreter osteuropäischer Banden in Polen aktiv werden könnten – ähnlich wie in den 1990er-Jahren nach dem Balkankrieg.
Funkcjonariusze z Centralnego Pododdziału Kontrterrorystycznego Policji w Olsztynie
Funkcjonariusze z Centralnego Pododdziału Kontrterrorystycznego Policji w OlsztynieFoto: Artur Szczepanski/REPORTER/EAST NEWS

Die polnische Polizei bereitet sich auf mögliche neue Sicherheitsbedrohungen nach dem Ende des Kriegs in der Ukraine vor. Das erklärte der Kommandant der Polizei, Marek Boroń. Er warnte, dass nach Kriegsende Vertreter osteuropäischer Banden in Polen aktiv werden könnten – ähnlich wie in den 1990er-Jahren nach dem Balkankrieg.

„Die Zeit nach dem Krieg wird für alle eine schwierige Phase“, sagte Boroń. Die polnische Polizei arbeite eng mit anderen europäischen Diensten und Europol zusammen, tausche Informationen aus und analysiere aktuelle Trends der organisierten Kriminalität.

Boroń betonte, dass die Sicherheitsbehörden heute deutlich besser vorbereitet und ausgestattet seien als in den 1990er-Jahren. „Damals befand sich Polen im Umbruch. Heute verfügen Polizei und andere Dienste über Erfahrung, moderne Ausrüstung und ein gutes Lagebild“, erklärte er.

In den 1990er-Jahren hatte Polen einen starken Anstieg organisierter Kriminalität erlebt, als kriminelle Gruppen aus Osteuropa und dem Balkan nach dem Kriegsende ihre Aktivitäten ausweiteten und Waffen ins Land schmuggelten.

IAR/adn

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