Deutsche Redaktion

Venezuela: Maria Corina Machado trifft Trump in Washington

15.01.2026 11:40
Wie der Südamerika-Korrespondent des Polnischen Rundfunks, Adam Górczewski, berichtet, wird am selben Tag auch ein Vertreter des venezolanischen Regimes in der US-Hauptstadt erwartet.
Wenezuela zapowiada odbicie Nicolasa Maduro
Wenezuela zapowiada odbicie Nicolasa MaduroMatias Delacroix/Associated Press/East News

Die venezolanische Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin Maria Corina Machado trifft heute (15. Januar) den US-Präsidenten Donald Trump. Sie will in Washington für eine Rückkehr zur Demokratie in Venezuela werben. Wie der Südamerika-Korrespondent des Polnischen Rundfunks, Adam Górczewski, berichtet, wird am selben Tag auch ein Vertreter des venezolanischen Regimes in der US-Hauptstadt erwartet.

Obwohl die Regierung in Caracas die Mission nicht offiziell bestätigt hat, hatte Regierungschefin Delcy Rodríguez am Vortag von einem „neuen Kapitel“ in der venezolanischen Politik gesprochen. Beobachterinnen und Beobachter in Südamerika sehen den Besuch als Versuch, zu verhindern, dass Machado die politische Deutungshoheit übernimmt. Aus diesem Grund sei Félix Plasencia, ein langjähriger Weggefährte Rodríguez’ aus dem Außenministerium, nach Washington geschickt worden.

Medien in der Region berichten übereinstimmend, dass Venezuelas Botschafter in Großbritannien heute Gespräche mit der Trump-Administration führen soll. Sicher ist, dass Maria Machado mit dem US-Präsidenten zusammenkommt. Ihr Ziel ist es, Unterstützung für eine Machtübergabe an die Opposition zu gewinnen, deren Kandidat bereits vor eineinhalb Jahren die Präsidentschaftswahl für sich entschieden hatte.

In Caracas hoffen viele Menschen auf positive Impulse aus Washington. „Wir warten gespannt, was dieses Treffen bringen kann. Hoffentlich kommt es zu etwas Gutem“, sagt ein Einwohner. Ein anderer ergänzt: „Ich hoffe, dass sich eines Tages etwas ändert und das Leben in unserem Land besser wird.“

Analysten betonen zugleich, dass der Machtzirkel um den gestürzten Nicolás Maduro für Donald Trump politisch kalkulierbarer sei als eine unabhängige Opposition.

IAR/adn

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