Deutsche Redaktion

Gewalt gegen Demonstranten: Polens Außenministerium bestellt Iran-Botschafter ein

16.01.2026 10:50
Die Zahl der Opfer ist schwer zu überprüfen: CBS News nannte 12.000 bis 20.000 Tote, die Organisation Human Rights Activists News sprach von mehr als 2.500.
Władze Iranu żądają pieniędzy za wydanie ciał zabitych demonstrantów
Władze Iranu żądają pieniędzy za wydanie ciał zabitych demonstrantówMiddle East Images/ABACA/Abaca/East News

Der iranische Botschafter in Polen ist am Donnerstag (15. Januar) ins polnische Außenministerium einbestellt worden. Wie das Ministerium mitteilte, übermittelte Warschau dem Diplomaten seine Position zu den seit mehr als zwei Wochen anhaltenden Protesten im Iran und zeigte sich „tief besorgt“ über die steigende Zahl von Toten sowie Festnahmen.

Polen forderte die iranischen Behörden auf, den Einsatz von Gewalt gegen Demonstrierende zu beenden und einen Dialog aufzunehmen. „Gewalt gegen Ausdrucksformen der Meinungsfreiheit, der Vereinigungsfreiheit oder gegen friedliche Demonstrationen ist unzulässig und kein wirksames Mittel zur Erreichung politischer Ziele“, heißt es in einer Erklärung des Ministeriums auf der Plattform X.

Die Proteste waren am 28. Dezember 2025 vor dem Hintergrund einer wirtschaftlichen Krise ausgebrochen. Berichtet wird von Repressionen, massenhaften Festnahmen und einer Internet-Blockade. Die Zahl der Opfer ist schwer zu überprüfen: CBS News nannte 12.000 bis 20.000 Tote, die Organisation Human Rights Activists News sprach von mehr als 2.500. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte zudem, Iran habe nach einer Intervention von US-Präsident Donald Trump die geplante Hinrichtung von 800 Demonstranten gestoppt.

IAR/adn

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