Auf einer Pressekonferenz in Warschau erklärte Klimczak, im vergangenen Jahr seien 1.651 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen – 245 weniger als ein Jahr zuvor. Diese Zahl sei weiterhin zu hoch, der rückläufige Trend stimme jedoch zuversichtlich, sagte er. „Es gab insgesamt weniger Unfälle, weniger Verletzte und weniger Schwerverletzte“, betonte der Minister. Neue Verkehrsregeln, die in diesem Jahr in Kraft getreten seien, dürften die Verkehrssicherheit weiter verbessern.
Klimczak verwies auch auf neue Vorschriften. Behörden dürften seit letztem Jahr Führerscheine von Autofahrern einziehen, die auf einspurigen Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 50 km/h überschreiten. Die Behörden hoffen diese Regelungen werden 2026 die Sicherheit insbesondere auf Landstraßen erhöhen.
Klimczak appellierte an die Fahrer, unter allen Bedingungen langsamer zu fahren, insbesondere bei schlechtem Wetter. Fahrer von Lastkraftwagen und Lieferfahrzeugen mahnte er, Schnee und Eis von den Fahrzeugdächern zu entfernen, um Gefahren zu vermeiden. Er wies zudem auf die Risiken an Bahnübergängen hin und kündigte ein gemeinsames Investitionsprogramm mit den polnischen Eisenbahnbehörden an, das besonders gefährliche Übergänge beseitigen soll. Polen strebt im Rahmen des ursprünglich in Schweden entwickelten Programms „Vision Zero“ an, die Zahl der Verkehrstoten bis 2050 auf null zu senken, sagte der stellvertretende Infrastrukturminister Stanisław Bukowiec.
Der Leiter der Nationalen Straßenverkehrsinspektion (GITD) unterstrich die Bedeutung einer konsequenten Durchsetzung der Tempolimits. Polen betreibe derzeit 623 automatische Anlagen zur Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachung. In diesem Jahr sollen mehr als 100 weitere Geräte installiert werden, darunter 40 Abschnittskontrollen auf Schnellstraßen.
Vorläufige Polizeidaten zeigen, dass es im vergangenen Jahr in Polen rund 21.000 Verkehrsunfälle gab. Dabei seien 1.651 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 24.700 wurden verletzt. Die Polizei hatte mehr als 95.000 alkoholisierte Fahrer aufgehalten– ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr, den die Behörden auf eine höhere Zahl von Verkehrskontrollen zurückführen.
PAP/gov/ps