Deutsche Redaktion

Ungarn: Orbán wirft Ukraine Wirtschaftsangriff vor – Tisza widerspricht

27.02.2026 12:17
Zugleich behauptete Orbán, die Oppositionspartei Tisza stehe auf der Seite Kiews, weil sie von dort finanziert werde. Der Oppositionsführer Péter Magyar wies die Vorwürfe in sozialen Medien als „Wahnsinn“ zurück.
Spór na Węgrzech o atak Ukrainy
Spór na Węgrzech o "atak" Ukrainy Reuters

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat der Ukraine einen Angriff auf sein Land vorgeworfen – und dabei auf die Ölversorgung über die Druschba-Pipeline („Freundschaft“) verwiesen. In einem Interview im ungarischen öffentlich-rechtlichen Radio sagte Orbán, es handele sich nicht um einen Angriff auf Menschen oder Städte, sondern auf die Wirtschaft. Sollte durch die Pipeline kein Öl mehr fließen, drohe „wirtschaftliches Chaos“, warnte er.

Zugleich behauptete Orbán, die Oppositionspartei Tisza stehe auf der Seite Kiews, weil sie von dort finanziert werde. Der Oppositionsführer Péter Magyar wies die Vorwürfe in sozialen Medien als „Wahnsinn“ zurück. Wäre die Ukraine tatsächlich eine reale Bedrohung, müsse Orbán den NATO-Artikel 4 für Konsultationen aktivieren – statt dies über die Medien zu verkünden, schrieb Magyar.

IAR/adn

Vize-Außenminister wirft Orbán Finanzierung des Ukraine-Kriegs vor

01.10.2025 10:33
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