Deutsche Redaktion

Rubio relativiert frühere Aussagen zu Iran-Angriff – „Wir werden die Hölle entfesseln“

04.03.2026 11:40
US-Außenminister Marco Rubio hat frühere Aussagen relativiert, wonach die USA wegen geplanter Schritte Israels einen Angriff auf den Iran begonnen hätten. Ein militärisches Eingreifen wäre „ohnehin unvermeidlich gewesen“, sagte Rubio am Dienstag.
US-Auenminister Marco Rubio
US-Außenminister Marco RubioPAP/EPA/DOMINIKA KORTVELYESIOVA

Rubio reagierte damit auf Kritik an einer Äußerung vom Montag, die so interpretiert worden war, dass israelische Pläne Washington zum Handeln gedrängt hätten. Der Außenminister warf den Medien eine falsche Darstellung seiner Worte vor.

„Die Frage war: Sind wir wegen Israels eingestiegen? Ich habe gesagt: Nein“, erklärte Rubio. „Ich habe gesagt, dass es ohnehin hätte passieren müssen.“ Präsident Donald Trump habe entschieden, dass der Iran sein Programm für ballistische Raketen nicht weiter verbergen könne. „Der Präsident hat entschieden, dass wir nicht zuerst getroffen werden“, fügte Rubio hinzu.

Seine Aussagen vom Montag hatten in den USA politische Kontroversen ausgelöst. Rubio hatte erklärt, Washington habe gehandelt, weil es gewusst habe, dass Israel eine militärische Aktion plane.

Ähnlich äußerte sich der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson. Israel sei entschlossen gewesen zu handeln – mit oder ohne Unterstützung der USA. Ein eigenständiger Angriff Israels hätte vermutlich eine unmittelbare iranische Reaktion gegen amerikanisches Personal oder Einrichtungen ausgelöst, sagte Johnson.

Präsident Trump widersprach dieser Darstellung jedoch am Dienstag. Wenn überhaupt, habe er selbst Israel zu einem härteren Vorgehen gedrängt, erklärte er.

Rubio betonte zugleich, die militärische Operation gegen den Iran verlaufe bislang „wie erwartet oder sogar besser“. Die größten Angriffe stünden jedoch noch bevor. „Wir werden diesen Leuten in den kommenden Stunden und Tagen die Hölle entfesseln“, sagte der Außenminister. Man werde eine deutliche Veränderung im Umfang und in der Intensität der Angriffe sehen.

Der Außenminister bestätigte außerdem, dass das US-Konsulat in Dubai nach einem Einschlag einer iranischen Drohne auf einem angrenzenden Parkplatz in Brand geraten sei. Verletzt worden sei dabei niemand.

Seit Beginn der Kämpfe hätten zudem rund 9000 US-Bürger die Region verlassen können, sagte Rubio.


PAP/jc

 

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