In einer im Internet verbreiteten Videobotschaft wandte sich die polnische Urlauberin Zofia Pietrzak direkt an Ministerpräsident Donald Tusk. „Herr Premierminister, wir richten einen dringenden Appell der polnischen Bürger, die auf den Malediven feststecken, an Sie. Die Situation wird sehr schwierig und verschlechtert sich mit jeder Stunde“, sagte sie.
Auf der Insel hielten sich zahlreiche Polen auf, darunter Familien mit Kindern und ältere Menschen. Hotels seien überfüllt und die Preise stark gestiegen, berichtete Pietrzak. Zudem hätten immer mehr Menschen keinen Zugang zu ihren Medikamenten, etwa gegen Bluthochdruck, Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen. Ohne schnelle Hilfe könne dies zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen.
Die gestrandeten Touristen forderten die polnische Regierung auf, dringend Hilfe zu organisieren und eine Evakuierung oder einen Sonderflug für polnische Staatsbürger zu ermöglichen. „Lasst uns hier nicht ohne Hilfe zurück“, sagte Pietrzak.
Nach Angaben der Betroffenen übernachten einige Reisende inzwischen auf Booten, während die Preise für verfügbare Flugtickets stark gestiegen sind. Polnische und andere europäische Touristen hätten zudem begonnen, sich über soziale Netzwerke zu organisieren, um gemeinsam nach Charter- oder Privatflügen zu suchen.
wp/jc