Deutsche Redaktion

Bericht: 1,6 Millionen Ukrainer kehren trotz russischer Angriffe heim

03.04.2026 12:35
Als Gründe für die Rückkehr nennt Save the Children vor allem finanzielle Not, soziale Isolation und die Verbundenheit mit der verlassenen Heimat.
Uchodźcy na Ukrainie
Uchodźcy na UkrainieShutterstock/Jose HERNANDEZ Camera 51

Trotz der anhaltenden russischen Angriffe sind nach Angaben von Save the Children rund 1,6 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer in ihre Wohnorte nahe der Front zurückgekehrt. Wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Hilfsorganisation hervorgeht, betrifft dies vor allem Menschen in den Regionen Charkiw, Sumy, Donezk und Cherson, wo die Sicherheitslage besonders kritisch ist.

Als Gründe für die Rückkehr nennt Save the Children vor allem finanzielle Not, soziale Isolation und die Verbundenheit mit der verlassenen Heimat. „Die Rückkehr in ein Kriegsgebiet ist nie eine leichte Entscheidung“, sagte Sonia Khush, Leiterin des Ukraine-Büros der Organisation.

Für viele Familien bleibt die Lage nach der Rückkehr schwierig. Die Organisation verweist auf mangelnde Bildungsangebote, fehlende geschützte Orte für Kinder und die dauerhafte Belastung durch Luftalarm und Kriegseinwirkungen.

Mehr als vier Jahre nach Beginn des russischen Großangriffs sind dem Bericht zufolge weiterhin rund 3,4 Millionen Menschen innerhalb der Ukraine vertrieben. Weitere 5,9 Millionen leben im Ausland, davon 4,4 Millionen mit vorübergehendem Schutz in der Europäischen Union.

PAP/adn


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