Deutsche Redaktion

Gemeinsames Gebet von Christen und Juden in Warschau

14.04.2026 12:27
Zum 40. Jahrestag des Besuchs von Johannes Paul II. in der römischen Synagoge haben Vertreter der katholischen Kirche und des Judentums in Warschau gemeinsam gebetet. In der Nożyk-Synagoge nahmen unter anderem der Warschauer Erzbischof Adrian Galbas und der Oberrabbiner Polens Michael Schudrich an der Feier teil.
Johannes Paul II.
Johannes Paul II.NAC

Schudrich erinnerte an die historische Bedeutung des Besuchs von Johannes Paul II. im Jahr 1986, bei dem der Papst Juden als „ältere Brüder“ bezeichnet hatte. Diese Worte hätten das Verhältnis zwischen Juden und Christen nachhaltig verändert und viele Menschen dazu angeregt, ihre gegenseitigen Beziehungen neu zu überdenken, sagte der Rabbiner.

Auch Erzbischof Galbas betonte die Rolle des Papstes für den Dialog zwischen den Religionen. Die Annäherung sei nicht nur Ergebnis theologischer Entwicklungen, sondern auch Ausdruck persönlicher Erfahrungen von Johannes Paul II.

Beide Geistliche hoben die Bedeutung von Dialog, Offenheit und gegenseitigem Respekt hervor. Galbas rief dazu auf, gesellschaftliche Spaltungen zu überwinden und gemeinsam für Frieden einzutreten. Antisemitismus, Hass und Ausgrenzung dürften keinen Platz haben, sagte er.

Der Besuch von Johannes Paul II. in der Synagoge von Rom am 13. April 1986 gilt als Meilenstein im christlich-jüdischen Dialog. Es war das erste Mal in der Geschichte, dass ein Papst eine Synagoge betrat.


IAR/jc

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