Deutsche Redaktion

Tusk wirbt in Japan für Investitionen und Partnerschaft

14.04.2026 17:00
Ministerpräsident Donald Tusk betonte in Tokio, dass Polen in Europa die höchsten Ausgaben für Infrastrukturinvestitionen und den Energiesektor tätigen werde. Er rief japanische Unternehmen und Investoren dazu auf, sich an diesen Projekten zu beteiligen und diese Mittel zu nutzen.
Tokio, Japan, 14.04.2026. Ministerprsident Donald Tusk bei einem Treffen in der polnischen Botschaft in Tokio.
Tokio, Japan, 14.04.2026. Ministerpräsident Donald Tusk bei einem Treffen in der polnischen Botschaft in Tokio.PAP/Krystian Maj

Im Rahmen seines Japan-Besuchs hat sich Polens Refierungschef am Dienstag in der polnischen Botschaft in Tokio unter anderem mit in Japan lebenden Polen getroffen. Wie er bekannt gab, werde bei dem für Mittwoch geplanten Gespräch mit der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi die Entscheidung fallen, die Beziehungen zwischen beiden Ländern auf die höchste Stufe anzuheben – eine noch breitere strategische Partnerschaft. Beide Staaten verbinde bereits seit 2015 eine strategische Partnerschaft.

Donald Tusk betonte, Polen sei ein Wachstumsmotor in der EU und ein verlässlicher Partner. Er bekräftigte, dass das Land in Europa die höchsten Ausgaben für Infrastrukturinvestitionen und den Energiesektor tätigen werde. „Allein in den Energiesektor wird Polen in den kommenden zehn Jahren fast 250 Milliarden Euro investieren. Wir wollen diese Mittel mit Ihnen teilen“, erklärte er gegenüber japanischen Unternehmen und Investoren.

Wie er hinzufügte, könnten beide Nationen auch durch Kultur und geistige Werte verbunden werden. Er beabsichtige daher bei dem Treffen am Mittwoch der japanischen Premierministerin die japanische Übersetzung von „Die Puppe“ von Bolesław Prus zu überreichen.
Tusk hat Japan auch für sein Engagement zur Unterstützung der Ukraine gedankt. „Trotz der großen Entfernung – tausende Kilometer trennen Sie von diesem Krieg – unterstützt Japan die Ukraine von Anfang an in ihrem Widerstand gegen die russische Aggression. Für Warschau und Kiew war die Haltung Japans außerordentlich ermutigend und hat den Willen der Ukrainer zum Widerstand gestärkt“, sagte der Ministerpräsident zu den anwesenden Japanern.

Für Mittwoch sind neben dem Gespräch mit Premierministerin Takaichi auch Treffen mit Vertretern der Japanischen Wirtschaftsvereinigung Keidanren, der größten Wirtschaftsorganisation Japans, geplant.

IAR/PR/ps

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