Deutsche Redaktion

Freigabe für Offiziersernennungen: Staatspräsident beendet Hängepartie bei Sicherheitsdiensten

15.04.2026 11:03
Damit endet ein Streit, der zunehmend als Belastung für die Funktionsfähigkeit der Sicherheitsdienste wahrgenommen wurde.
Der Prsident der Republik Polen, Karol Nawrocki, bei den Feierlichkeiten im Katyn-Museum in Warschau am 13. dieses Monats zum Gedenken an die Opfer des Massakers von Katyn. Im Jahr 2007 erklrte der Sejm den 13. April zum Gedenktag fr die Opfer des Massakers von Katyn. (amb) PAPAlbert Zawada
Der Präsident der Republik Polen, Karol Nawrocki, bei den Feierlichkeiten im Katyn-Museum in Warschau am 13. dieses Monats zum Gedenken an die Opfer des Massakers von Katyn. Im Jahr 2007 erklärte der Sejm den 13. April zum Gedenktag für die Opfer des Massakers von Katyn. (amb) PAP/Albert ZawadaPAP/Albert Zawada

Nach monatelanger Verzögerung hat Polens Präsident Karol Nawrocki 96 Ernennungen in den ersten Offiziersrang für Mitarbeiter des Inlandsgeheimdienstes ABW unterzeichnet. Zudem vergab er 109 staatliche Auszeichnungen an Angehörige des Auslandsnachrichtendienstes AW und des Militärgeheimdienstes SWW. Damit endet ein Streit, der zunehmend als Belastung für die Funktionsfähigkeit der Sicherheitsdienste wahrgenommen wurde.

Präsidentensprecher Rafał Leśkiewicz erklärte, die Entscheidung sei nach Beratungen mit den Dienstchefs, Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz und Geheimdienstkoordinator Tomasz Siemoniak gefallen. Zuvor seien die Anträge nach einem Treffen am 15. Januar überarbeitet und ergänzt worden. Leśkiewicz machte die Regierung für die lange Dauer verantwortlich und sprach von zunächst fehlerhaft vorbereiteten Unterlagen.

Siemoniak begrüßte die Freigabe der Ernennungen, betonte aber zugleich, es sei „höchste Zeit“ gewesen. Offiziersnominierungen dürften nie wieder Teil politischer Spiele werden, schrieb er. Weder die Beamten noch die Dienste hätten das verdient.

Bereits im März hatte Nawrocki die Ernennung von 78 Angehörigen des militärischen Abschirmdienstes SKW genehmigt. Zuvor hatte Premier Donald Tusk dem Präsidenten vorgeworfen, insgesamt 136 Ernennungen bei ABW und SKW blockiert zu haben.


IAR/adn

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