Deutsche Redaktion

Ausstellung „Auschwitz. Nicht so lange her. Nicht so weit weg“ kommt nach Washington

27.04.2026 11:43
Die Wanderausstellung „Auschwitz. Nicht so lange her. Nicht so weit weg“ wird im kommenden Jahr im United States Holocaust Memorial Museum gezeigt. Das teilte das Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau am Montag mit. Die Schau vermittelt anhand originaler Objekte die Geschichte und Bedeutung des deutschen NS-Konzentrations- und Vernichtungslagers.
Brama Auschwitz Birkenau
Brama Auschwitz BirkenauBartlomiej Bodzek/East News

Nach Angaben des Museumssprechers Paweł Sawicki wird die Ausstellung von Januar kommenden Jahres bis zum Frühjahr 2029 in Washington zu sehen sein. In dieser Zeit entsteht im Holocaust-Museum eine neue Dauerausstellung, an der seit mehr als einem Jahrzehnt gearbeitet wird. Sie soll die Geschichte für kommende Generationen zugänglich halten und Versuchen der Leugnung des Holocaust entgegenwirken.

Der Direktor des Museums in Oświęcim, Piotr Cywiński, bezeichnete die Präsentation als Höhepunkt einer langjährigen Zusammenarbeit mit dem Museum in Washington.

Die Direktorin des Museums in Washington, Sara Bloomfield, verwies darauf, dass die Zahl der Überlebenden stetig abnehme und der Zweite Weltkrieg für viele Menschen in den USA immer ferner erscheine. Die Ausstellung ermögliche es, Besuchern die Erfahrung von Auschwitz auf unmittelbare Weise näherzubringen.

Die Ausstellung wurde vom Museum Auschwitz gemeinsam mit der spanischen Firma Musealia konzipiert. Sie zeichnet die Entwicklung der nationalsozialistischen Ideologie nach und zeigt die Umwandlung der Stadt Oświęcim in das größte deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager während der Besatzung. Dort wurden etwa eine Million Juden sowie Zehntausende Angehörige anderer Nationen ermordet, darunter Polen, Roma und Sinti sowie sowjetische Kriegsgefangene.

Zu den Exponaten gehören persönliche Gegenstände der Opfer wie Koffer, Brillen und Schuhe, aber auch Objekte aus der Welt der Täter, darunter Gegenstände aus dem Besitz von Rudolf Höß. Zudem werden originale Elemente des Lagers gezeigt, etwa Teile von Baracken und Zaunanlagen. Auch eine Lithografie von Pablo Picasso ist Teil der Ausstellung.

Die Schau wurde bereits in mehreren Ländern, darunter Spanien und Schweden sowie in verschiedenen US-Städten, gezeigt und von mehr als 1,5 Millionen Menschen besucht.


PAP/jc

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