Auf dem Gipfel „Road to URC“ sagte Tusk, die Kampferfahrungen der Ukraine im Krieg gegen Russland würden das Land zu einem besonders wertvollen Partner für Staaten machen, die ihren Luftraum schützen wollen. „Es ist mir sehr wichtig, dass die tragische, aber zugleich beeindruckende Erfahrung der Ukraine im Umgang mit Russland Teil des polnischen Wissens darüber wird, wie wir unseren Luftraum verteidigen“, sagte Tusk. „Polen muss über eine eigene moderne Drohnenflotte verfügen, damit wir mit voller Überzeugung sagen können, dass wir sicher sind“, fügte der Regierungschef hinzu. Das Programm soll gemeinsam aus polnischen und europäischen Mitteln finanziert werden.
Die ukrainische Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko hatte Tusk vor Beginn des Gipfels getroffen. Wie sie erklärte, habe der ukrainische Verteidigungssektor seit Beginn der russischen Invasion einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen. „Wir waren ein Land, das von den ersten Tagen an Hilfe erhalten hat. Jetzt sind wir in der Lage, selbst modernste Verteidigungslösungen bereitzustellen“, sagte sie. Swyrydenko fügte hinzu, dass in der Ukraine entwickelte Systeme bereits Panzer und teure feindliche Ausrüstung zerstören. Sie warb für gemeinsame Projekte polnischer und ukrainischer Unternehmen. Tusk bezeichnete Rzeszów als symbolischen Ort. Die südöstliche Stadt habe zu den ersten gehört, die Unterstützung für vor dem Krieg fliehende Ukrainer mobilisiert hatte.
Der Gipfel war eine Vorstufe zur Ukraine Recovery Conference (URC), die im Juni in Gdańsk stattfinden und sich auf den Wiederaufbau nach dem Krieg konzentrieren soll.
PAP/PR/ps