Der Tatra-Nationalpark hält das Betretungsverbot für alle Wanderwege aufrecht. Grund sind extrem schwierige Wetterbedingungen sowie die hohe, vierte Lawinenwarnstufe. Nach Angaben der Parkverwaltung sei die Lage in den Bergen sehr ernst. Nasser, schwerer Schnee belaste die Bäume, die abbrechen und Wege blockieren. Zudem halten die intensiven Schneefälle an. Die Schneedecke bleibe instabil. Die vierte Lawinenwarnstufe bedeute ein reales Risiko von selbstständig abgehenden Lawinen – darunter mittleren und sehr großen. Unter solchen Bedingungen könne die Bewegung im Gebirge lebensgefährlich sein, hieß es.
Das Ausmaß ist enorm. Auf dem Kasprowy Wierch liegen bereits über 180 Zentimeter Schnee, im Tal der Fünf Seen fast 200 Zentimeter. Selbst in Zakopane übersteigt die Schneedecke 40 Zentimeter.
Alle Wege bis auf Weiteres gesperrt
Das Verbot gilt für alle Routen – auch in den Tälern. Die Einsatzkräfte appellieren, die Einschränkungen strikt zu beachten und vollständig auf Touren in den Bergen zu verzichten. Wann sich die Lage verbessert, sei noch unklar. Alles hänge von der Wetterentwicklung in den kommenden Tagen ab. Sollte sich die Situation stabilisieren, sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass ein Teil der Wege für die Feiertage wieder geöffnet wird.
PAP/TOPR/ps