Deutsche Redaktion

Ehemaliger NRW-Ministerpräsident Rüttgers mit „Licht der Erinnerung“ geehrt

30.04.2026 10:33
Der frühere nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ist am Mittwoch mit dem „Licht der Erinnerung“ des Auschwitz-Museums ausgezeichnet worden. Damit würdigt das Museum sein langjähriges Engagement für den Erhalt der Gedenkstätte Auschwitz.
Jrgen Rttgers
Jürgen RüttgersAutorstwa Dirk Vorderstraße - Dr. Jürgen Rüttgers in Hamm, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31873191

Die Auszeichnung wurde in Düsseldorf vom Direktor des Museums, Piotr Cywiński, überreicht. „Als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, aber auch danach, hat Jürgen Rüttgers die Unterstützung Deutschlands für die Auschwitz-Birkenau Stiftung maßgeblich gefördert“, teilte das Museum mit. Ziel der Stiftung sei es, langfristige Konservierungsarbeiten zu finanzieren und die authentischen Überreste des ehemaligen Lagers zu bewahren.

Cywiński betonte bei der Verleihung die zentrale Rolle Rüttgers’ in der Anfangsphase der Stiftung. „Die Entstehung der Stiftung und damit der gesamte Prozess der Bewahrung der Authentizität wäre ohne sein persönliches Engagement kaum möglich gewesen“, sagte er. Rüttgers habe früh erkannt, „wie wichtig die Begegnung mit authentischen Orten für die Bildung künftiger Generationen ist – besonders für jene, die die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust nicht selbst erlebt haben“.

Das „Licht der Erinnerung“ wird vom Direktor des Museums vergeben und ehrt Persönlichkeiten, die sich für die Weitergabe der Erinnerung an den Holocaust und das deutsche Konzentrationslager Auschwitz einsetzen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Władysław Bartoszewski und Serge Klarsfeld.

Das deutsche NS-Regime hatte das Konzentrationslager Auschwitz 1940 errichtet. In dem Lagerkomplex, zu dem auch Auschwitz II-Birkenau gehörte, wurden mehr als 1,1 Millionen Menschen ermordet – überwiegend Juden, aber auch Polen, Roma, sowjetische Kriegsgefangene und andere Opfergruppen. Seit 1947 erinnert ein Museum auf dem Gelände an die Verbrechen.


PAP/jc