Insgesamt lag das Durchschnittsalter aller Mütter bei etwas über 31 Jahren, teilte die Behörde am Dienstag vor dem polnischen Muttertag mit. Trotz des steigenden Alters gehörten Polinnen weiterhin zu den jüngeren Müttern in Europa. Jünger seien im EU-Vergleich nur Frauen in Bulgarien, während Irinnen europaweit die ältesten Mütter seien.
Die Statistiker verweisen zugleich auf einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel. Der Anteil nichtehelicher Geburten stieg demnach von 4,8 Prozent im Jahr 1980 auf 28,4 Prozent im vergangenen Jahr. Die Gesamtzahl der Geburten sank im selben Zeitraum drastisch – von fast 700.000 auf gut 238.000 Kinder jährlich.
Die meisten Kinder wurden laut GUS in Städten der Woiwodschaft Masowien geboren. Typischerweise habe die polnische Mutter einen Hochschulabschluss und sei verheiratet. Häufig komme das erste Kind bereits im ersten Ehejahr zur Welt.
Zum Bild der modernen Mutterschaft gehörten inzwischen auch viele Frauen aus dem Ausland. Besonders stark vertreten seien Ukrainerinnen und Belarussinnen. Ihre Kinder machten 2025 rund 83 Prozent aller Geburten unter ausländischen Staatsbürgerinnen in Polen aus.
Nach Angaben der Behörde kommen die meisten Kinder an einem Dienstag im Juli zur Welt. Durchschnittlich wiegt ein Neugeborenes rund 3,5 Kilogramm. Zwillingsgeburten bleiben selten: Im vergangenen Jahr brachten knapp 3000 Frauen Zwillinge zur Welt, lediglich 37 wurden Mütter von Drillingen.
PAP/jc