Der Vertrag sieht unter anderem gegenseitige Hilfe im Falle eines bewaffneten Angriffs vor. Beide Staaten bekräftigten zudem ihre Unterstützung für die Ukraine und bezeichneten Russland als Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit. Ziel sei es auch, die Abschreckung an der Nato-Ostflanke auszubauen.
Tusk erklärte nach der Unterzeichnung, Polen und Großbritannien benötigten eine Zusammenarbeit „auf höchstem Niveau“ in Fragen der Sicherheit und Verteidigung. Der Vertrag solle die europäische Solidarität, die Nato und die transatlantischen Beziehungen stärken. Geplant sind unter anderem engere Kooperationen bei Cyberabwehr, Rüstungsprojekten, Geheimdienstinformationen und beim Schutz kritischer Infrastruktur.
Zu den vereinbarten Projekten gehören gemeinsame Entwicklungen moderner Waffensysteme, verstärkte Militärübungen sowie Maßnahmen gegen hybride Bedrohungen, Desinformation und den missbräuchlichen Einsatz von Drohnen. Außerdem wollen beide Länder ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Wissenschaft und Technologie ausbauen.
Der polnische Präsident Karol Nawrocki kritisierte unterdessen, dass seine Kanzlei vor der Unterzeichnung nicht ausreichend informiert worden sei. Er kündigte an, den Vertrag zunächst prüfen zu wollen. Damit das Abkommen in Kraft treten kann, muss es in beiden Ländern ratifiziert werden.
PAP/jc