Deutsche Redaktion

Polnisch-ukrainische Teams suchen Opfer in Huta Pieniacka

09.06.2026 11:54
In der früheren polnischen Ortschaft wurden nach historischen Erkenntnissen am 28. Februar 1944 etwa 850 Menschen getötet. Das Dorf wurde zerstört.
Пам'ятник жертвам у Гуті ПеняцькійStanisław i Andrzej Tomczakowie, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons

Polnische und ukrainische Fachleute beginnen in Huta Pieniacka im Gebiet Lwiw mit der Suche nach Grabstätten polnischer Opfer. Ziel ist es, die Ruhestätten von Menschen zu finden, zu lokalisieren und zu dokumentieren, die während des Zweiten Weltkriegs ermordet wurden.

In der früheren polnischen Ortschaft wurden nach historischen Erkenntnissen am 28. Februar 1944 etwa 850 Menschen getötet. Das Dorf wurde zerstört. Verantwortlich gemacht werden ukrainische Angehörige eines SS-Polizeiregiments unter deutschem Kommando, unterstützt von UPA-Einheiten und ukrainischen Nationalisten.

Die Arbeiten sind Teil einer polnisch-ukrainischen Verständigung über Suche, Exhumierung und würdige Bestattung von Opfern. Sie haben auch politische Bedeutung: Die Erinnerung an Wolhynien, OUN und UPA belastet das Verhältnis beider Länder weiterhin. Zuletzt hatten sich die Spannungen zwischen Kiew und Warschau verschärft, nachdem Ukraines Staatspräsident Selenskyj eine ukraiinische Militäreinheit nach der UPA benannt hatte.

IAR/adn 


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