Deutsche Redaktion

Nawrocki und Erdogan setzen auf engere Zusammenarbeit

24.06.2026 07:00
Polens Präsident Karol Nawrocki und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan haben bei einem Treffen in Ankara die Bedeutung ihrer sicherheits- und wirtschaftspolitischen Zusammenarbeit betont. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Lage in der Region, die Zusammenarbeit innerhalb der NATO sowie die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen.
Polens Prsident Karol Nawrocki und der trkische Prsident Recep Tayyip Erdogan in Ankara
Polens Präsident Karol Nawrocki und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in AnkaraPAP/Paweł Supernak

Nawrocki bezeichnete die Türkei als einen der wichtigsten Partner Polens und als unverzichtbaren Verbündeten innerhalb des Verteidigungsbündnisses. Mit Blick auf den bevorstehenden NATO-Gipfel hob er die besondere Rolle beider Länder für die Sicherheit der Ostsee- und Schwarzmeerregion hervor.

Auch die Drei-Meere-Initiative war Thema der Gespräche. Der polnische Präsident sprach von einem großen Potenzial für eine weitere Vertiefung der Beziehungen und lud Erdogan zu einem Besuch nach Polen ein.

Der türkische Staatschef verwies auf die wachsenden Wirtschaftsbeziehungen beider Länder. Das Handelsvolumen habe inzwischen mehr als zehn Milliarden US-Dollar erreicht. Beide Seiten wollten die wirtschaftliche Zusammenarbeit weiter ausbauen, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur, Energie und Verteidigung.

Erdogan dankte Polen zudem für die Unterstützung der türkischen EU-Beitrittsbestrebungen. Neben Sicherheitsfragen sprachen die Präsidenten auch über Bildung, Kultur, Wissenschaft und Tourismus.

Beide Politiker unterstrichen die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit innerhalb der NATO. Erdogan sprach sich dabei für eine stärkere Rolle der europäischen Bündnispartner bei der gemeinsamen Sicherheitsverantwortung aus.


IAR/jc

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