Neben den Regierungschefs nehmen mehrere Minister beider Länder an den Beratungen teil,
Die Verträge sollen an Bord der Fregatte ORP „Gen. Tadeusz Kościuszko“ unterzeichnet werden. Anschließend wollen Tusk und Kristersson gemeinsam vor die Presse treten.
Polen beschafft im Rahmen des Programms „Orka“ drei U-Boote der Blekinge-Klasse, die vom schwedischen Rüstungskonzern Saab Kockums gebaut werden. Die Boote verfügen über einen diesel-elektrischen Antrieb mit einem luftunabhängigen Antriebssystem (AIP), das längere Einsätze unter Wasser ohne Auftauchen ermöglicht. Sie sollen den inzwischen veralteten U-Boot-Jäger ORP „Orzeł“ ersetzen, der derzeit das einzige einsatzfähige U-Boot der polnischen Marine ist.
Die Auslieferung des ersten U-Bootes ist für das Jahr 2030 vorgesehen. Der Gesamtwert des Programms wird auf rund 20 Milliarden Złoty geschätzt (4,3 Milliarden Euro). Neben den Schiffen umfasst der Vertrag unter anderem Ausbildung, Logistik, Wartung sowie den Ausbau der notwendigen Infrastruktur.
Geplant ist außerdem eine enge industrielle Zusammenarbeit beider Länder. Nach Angaben des polnischen Verteidigungsministeriums soll Schweden unter anderem das in Polen entwickelte Rettungsschiff „Ratownik“ erwerben.
Die Regierungskonsultationen finden im Rahmen der 2024 erneuerten strategischen Partnerschaft zwischen Polen und Schweden statt. Beide Länder wollen ihre Zusammenarbeit insbesondere bei der Verteidigung der Ostsee, dem Schutz kritischer Infrastruktur und der Abwehr hybrider Bedrohungen aus Russland weiter ausbauen.
PAP/jc