Seit Beginn des Monats Juni kamen nach offiziellen Angaben bereits 55 Menschen in polnischen Gewässern ums Leben.
Die Polizei rief Badegäste erneut zu besonderer Vorsicht auf. Wasser sei ein unberechenbares Element, eine kurze Unachtsamkeit könne tödliche Folgen haben. Die Behörden appellierten, nicht unter Alkoholeinfluss zu baden, Kinder stets zu beaufsichtigen und die eigenen Schwimmfähigkeiten nicht zu überschätzen.
Für große Teile des Landes gelten weiterhin Hitzewarnungen der höchsten Warnstufe. Meteorologen erwarten Tageshöchstwerte zwischen 35 und 39 Grad Celsius.
Die Einsatzkräfte mahnen, ausschließlich an bewachten Badestellen zu schwimmen und Warnhinweise zu beachten.
Hitzerkord: Erstmals mehr als 40 Grad gemessen
Polen hat nach vorläufigen Angaben des staatlichen Wetterdienstes einen neuen Hitzerekord verzeichnet. Im westpolnischen Słubice wurden am Sonntag 40,5 Grad Celsius gemessen. Damit wäre erstmals in der Geschichte des Landes die Marke von 40 Grad überschritten worden.
Der bisherige Rekord lag bei 40,2 Grad und wurde 1921 im schlesischen Prószków registriert. Der polnische Wetterdienst IMGW teilte mit, die Messwerte müssten noch durch die synoptischen Stationen bestätigt werden.
Die extreme Hitze wird durch tropische Luftmassen verursacht, die aus Südeuropa und Nordafrika nach Polen strömen. In weiten Teilen des Landes stiegen die Temperaturen auf mehr als 40 Grad.
PAP/IAR/jc