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Litauens neuer Regierungschef bekräftigt Schulterschluss mit Polen

17.07.2026 10:50
Litauens neuer Ministerpräsident Sinkevičius bekräftigt im Gespräch mit Donald Tusk den engen Kurs mit Warschau. Im Mittelpunkt stehen die NATO-Ostflanke, Hilfe für die Ukraine und Rail Baltica.
Ein vom Pressebro der litauischen Regierung zur Verfgung gestelltes Foto zeigt den litauischen Ministerprsidenten Mindaugas Sinkevicius whrend einer Sitzung des Parlaments (Seimas) in Vilnius, Litauen, am 14. Juli 2026. Die 21. Regierung wurde nach einer Umbildung der Regierungskoalition gebildet. Die derzeitige Mehrheit, bestehend aus den Frak
Ein vom Pressebüro der litauischen Regierung zur Verfügung gestelltes Foto zeigt den litauischen Ministerpräsidenten Mindaugas Sinkevicius während einer Sitzung des Parlaments (Seimas) in Vilnius, Litauen, am 14. Juli 2026. Die 21. Regierung wurde nach einer Umbildung der Regierungskoalition gebildet. Die derzeitige Mehrheit, bestehend aus den Frak EPA/LAIMA PENEK

Vilnius/Warschau – Die neue litauische Regierung will die enge sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Polen fortsetzen. Zwei Tage nach der Vereidigung seines Kabinetts telefonierte Ministerpräsident Mindaugas Sinkevičius mit Polens Regierungschef Donald Tusk über die Sicherheit Europas, die Unterstützung der Ukraine und gemeinsame Projekte beider Nachbarländer.

Nach Angaben der Staatskanzlei in Vilnius betonte Sinkevičius, die Region solle ein „unerschütterliches Hinterland für die Ukraine“ bleiben. Seine Regierung werde der Zusammenarbeit mit Warschau besondere Aufmerksamkeit widmen. Litauen und Polen verbinde eine reife strategische Partnerschaft, die auf gemeinsamen historischen Erfahrungen und ähnlichen Einschätzungen der Sicherheitslage beruhe.

In der Mitteilung hieß es: „Vor allem geht es um die Stärkung der östlichen Flanke der NATO, die Sicherheit Europas sowie die Verteidigungs- und Abschreckungsfähigkeiten.“ Beide Regierungschefs hoben demnach die Bedeutung enger Abstimmung in der EU und der NATO hervor. Dazu zählten auch die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastruktur und der Schutz der EU-Außengrenzen.

Angesichts des anhaltenden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sei weitere aktive Unterstützung für Kiew nötig. Zugleich müsse der Druck auf Russland erhöht werden, um einen dauerhaften und gerechten Frieden zu erreichen.

Polen ist Litauens größter Handelspartner. Beide Länder arbeiten auch bei Energie- und Verkehrsvorhaben zusammen. Als eines der wichtigsten Projekte gilt Rail Baltica. Die Bahnverbindung soll die militärische Mobilität, den Transport und die wirtschaftliche Entwicklung in der Region stärken.

IAR/adn

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