Demnach hält Trump den 56-jährigen Schweizer für einen international angesehenen Vermittler mit der Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen. Die Beziehungen zwischen beiden sollen sich während der Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Jahr vertieft haben. Anfang Dezember verlieh Infantino Trump den erstmals vergebenen FIFA-Friedenspreis.
Die Amtszeit des derzeitigen UN-Generalsekretärs António Guterres endet Ende Dezember. Sein Nachfolger muss zunächst vom UN-Sicherheitsrat nominiert und anschließend von der Generalversammlung bestätigt werden.
Nach Angaben der Zeitung will Trump Infantinos Kandidatur unterstützen, obwohl das Amt nach einem informellen Rotationsprinzip diesmal an einen Vertreter aus Lateinamerika oder der Karibik gehen soll. Als aussichtsreiche Bewerber gelten unter anderem die frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet und IAEO-Generaldirektor Rafael Grossi aus Argentinien.
Ob Trump bereits mit Infantino über eine Kandidatur gesprochen hat, ist laut dem Bericht unklar. Paolo Zampolli, Sonderbeauftragter der US-Regierung für globale Partnerschaften, bezeichnete den Vorschlag als „geniale Idee“. Infantinos Erfahrung an der Spitze des Fußball-Weltverbands mit mehr als 200 Mitgliedsverbänden könne ihm auch bei der Leitung der Vereinten Nationen zugutekommen.
NYP/jc