Die Offensive russischer Truppen auf ukrainischem Gebiet bezeichnete Putin als „Dienst am Vaterland“. Zugleich erklärte er, Russland sei einst „der einzige Garant der territorialen Integrität der Ukraine“ gewesen. Diese Rolle habe Moskau erst aufgegeben, nachdem Kiew Russland zum Feind erklärt habe.
„Wir müssen dem russischen Volk die Bedeutung dessen bewusst machen, wofür unsere Soldaten in der Ukraine kämpfen“, sagte Putin.
Tokajew fordert Einfrieren des Krieges
Unterdessen mehren sich selbst unter langjährigen Partnern Moskaus skeptische Stimmen zum Krieg. Der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew rief Putin am Samstag öffentlich dazu auf, den Konflikt einzufrieren. Tokajew erklärte, die Ursachen des Krieges seien für ihn nicht nachvollziehbar. Dass junge Menschen „brüderlicher Völker“ in den Kämpfen sterben müssten, sei „eine Schande“.
Peskow lobt USA als Vermittler
Kremlsprecher Dmitri Peskow äußerte sich zugleich vorsichtig positiv über die Vermittlungsbemühungen der Vereinigten Staaten. Moskau sei „beeindruckt“ von der Bereitschaft Washingtons, eine friedliche Lösung zu unterstützen. Gleichzeitig sprach Peskow von einem „Dualismus“ der US-Politik. Einerseits lieferten die USA weiterhin Waffen an die Ukraine, andererseits seien sie bereit, Friedensgespräche zu erleichtern.
„Kiew weiß, was zu tun ist, um den Krieg zu beenden“, sagte der Kremlsprecher. Ob Moskau auf neue Vorschläge eingehe, hänge davon ab, „inwieweit sie den Interessen Russlands entsprechen“.
Peskow bestätigte außerdem, dass die Kontakte zwischen Russland und den USA fortgesetzt würden. Vergangene Woche hatte Russlands Außenminister Sergej Lawrow mit US-Außenminister Marco Rubio telefoniert.
interia/PAP/jc