Wie das Ministerium der Nachrichtenagentur PAP mitteilte, werden mehrere Szenarien analysiert. Neben einer Erhöhung des Steuerfreibetrags wird auch eine Anpassung der Einkommensgrenze für den höheren Steuersatz erwogen.
Vertreter der Regierungskoalition bekräftigen, an ihrem Wahlversprechen festhalten zu wollen. Senator Grzegorz Schetyna erklärte, Ministerpräsident Donald Tusk habe grünes Licht für die Umsetzung gegeben. Die Reform solle noch vor dem Ende der laufenden Legislaturperiode verabschiedet werden, werde jedoch voraussichtlich in mehreren Etappen umgesetzt.
Auch Vizepremier Władysław Kosiniak-Kamysz sprach sich für die Umsetzung der Reform aus. Zugleich verwies Finanzminister Andrzej Domański bereits mehrfach auf die schwierige Haushaltslage und erklärte, eine Einführung im Jahr 2026 sei ausgeschlossen. Auch eine Umsetzung im Jahr 2027 bleibe eine Herausforderung.
Eine sofortige Anhebung des Steuerfreibetrags auf 60.000 Złoty würde Schätzungen zufolge die Einnahmen der öffentlichen Haushalte jährlich um rund 52,5 bis 56 Milliarden Złoty verringern. Betroffen wären neben dem Staatshaushalt auch Kommunen, die einen Teil der Einnahmen aus der Einkommensteuer erhalten.
PAP/jc