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Anschlag auf Hersteller russischer Drohnen

06.08.2026 06:00
Der Kampfdrohnen produzierende russische Unternehmer Wladimir Tkatschuk ist nach der Explosion seines Autos nahe Jekaterinburg auf die Intensivstation eingeliefert worden. Bei der Explosion kamen sein Fahrer und sein Leibwächter ums Leben, berichteten russische Medien.
Nach Angaben russischer Medien detonierte ein Sprengsatz unter dem Mercedes, in den Wladimir Tkatschuk gerade einsteigen wollte. Durch die Explosion kamen sein Fahrer und Leibwchter ums Leben.
Nach Angaben russischer Medien detonierte ein Sprengsatz unter dem Mercedes, in den Wladimir Tkatschuk gerade einsteigen wollte. Durch die Explosion kamen sein Fahrer und Leibwächter ums Leben. Новости «Агентства»/X

Der Vorfall ereignete sich am Dienstag in Bolschoi Istok bei Jekaterinburg. Nach Angaben russischer Medien detonierte ein Sprengsatz unter dem Mercedes, in den Wladimir Tkatschuk gerade einsteigen wollte. Durch die Explosion kamen sein Fahrer und Leibwächter ums Leben. Einer Quelle des Telegram-Kanals Mash zufolge hatte der Geschäftsmann den Wagen noch nicht bestiegen. Er wurde jedoch schwer verletzt und wird auf der Intensivstation behandelt. Sein Zustand sei kritisch. Die Ermittlungsbehörden haben ein Strafverfahren wegen versuchten Mordes eingeleitet. Die Behörden in Kyjiw haben die Berichte russischer Medien bislang nicht kommentiert.

Gründer einer mit Sanktionen belegten Fabrik

Wladimir Tkatschuk ist Eigentümer von UralDronSawod. Sein Unternehmen stellt unter anderem die als „Vampir“ bekannte Kamikaze-Drohnen Upyr her. Die unbemannten Fluggeräte werden von Russland im Krieg gegen die Ukraine in großem Umfang eingesetzt. Sie werden sowohl gegen Infanterie als auch gegen schwere Militärfahrzeuge, darunter US-Kampfpanzer vom Typ Abrams eingesetzt. Das Unternehmen steht wegen seiner Unterstützung der russischen Aggression auf den Sanktionslisten der USA und der EU. Der Unternehmer hatte in sozialen Netzwerken Fotos eines Treffens mit Wladimir Putin veröffentlicht, bei dem er ihm die produzierten Drohnen präsentiert haben soll. Zudem habe er einen kriegsbefürwortenden Telegram-Kanal geführt.

Weiterer Anschlag im Zusammenhang mit dem Krieg?

Nach Einschätzung der Nachrichtenagentur Reuters könnte die Explosion Teil einer Serie von Anschlägen auf Personen sein, die mit der russischen Invasion in der Ukraine in Verbindung stehen. In den vergangenen Tagen wurde unter anderem über ein Attentat auf Andrej Tscheresow berichtet, den Gründer eines Unternehmens, das Drohnen, Software und Kommunikationssysteme entwickelt. Seine Firma stellte unter anderem FPV-Drohnen für Angriffe auf Soldaten, Militärtechnik und Befestigungen her.

Moskau hat ukrainische Geheimdienste wiederholt beschuldigt, ähnliche Anschläge auf russische Militärangehörige und Vertreter kriegsunterstützender Strukturen organisiert zu haben. Kyjiw hat sich zu einem Teil dieser Operationen bekannt. Am Samstag kam es zudem zu einer Explosion in einem Restaurant in Moskau. Fünf Menschen wurden dabei getötet. Die russischen Behörden stuften den Vorfall als Terroranschlag ein. Ukrainischen Medien zufolge galt der Anschlag dem Befehlshaber der russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte, General Aleksandr Tschaiko.

RMF24/ps

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