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80. Jahrestag der Mission von Jan Karski nach Europa

12.08.2026 12:03
Vor 80 Jahren hat der polnische Widerstandskämpfer und Holocaust-Zeuge Jan Karski seine Nachkriegsmission in Europa beendet. Dabei sammelte er rund 30 Tonnen Dokumente, Bücher, Zeitungen und andere Archivalien. Sie sollten vor dem Zugriff der Sowjets bewahrt werden und gelangten schließlich in die Hoover-Bibliothek in den USA.
Nach dem Krieg blieb der berzeugte Antikommunist Jan Karski in den USA und lehrte an der Universitt Georgetown. Zu seinen Studenten gehrte auch der sptere US-Prsident Bill Clinton.
Nach dem Krieg blieb der überzeugte Antikommunist Jan Karski in den USA und lehrte an der Universität Georgetown. Zu seinen Studenten gehörte auch der spätere US-Präsident Bill Clinton. film.interia.pl

Karski war während des Zweiten Weltkriegs Kurier der polnischen Untergrundbewegung und der Exilregierung in London. Nach dem Krieg blieb er in den USA. Im Auftrag des späteren US-Präsidenten Herbert Hoover reiste Karski Ende 1945 nach Europa, um wichtige polnische Dokumente zu sichern. Darunter waren auch Unterlagen über die polnische Untergrundbewegung und geheime Dokumente, deren Verlust oder Übernahme durch die sowjetischen Behörden befürchtet wurde.

Karski reiste unter anderem nach London, Paris, in die Schweiz und nach Rom. Dort sicherte er auch die Sammlung von General Władysław Anders mit Dokumenten über mehr als 18.000 Polen, die während des Krieges in den von der Sowjetunion besetzten polnischen Gebieten gelebt hatten. Am 1. Juli 1946 kehrte Karski in die USA zurück.

Die Hoover-Bibliothek, heute Hoover Institution, wurde 1919 an der Stanford-Universität gegründet. In ihren Beständen befinden sich heute rund 40.000 Publikationen und zahlreiche Archivalien zur polnischen Geschichte – darunter Untergrundpublikationen aus der deutschen Besatzungszeit, Dokumente zum Warschauer Aufstand und Materialien aus der Zeit der Solidarność.

Jan Karski, der mit bürgerlichem Namen Jan Kozielewski hieß, wurde 1914 in Łódź geboren. Während des Zweiten Weltkriegs berichtete er den Alliierten früh über die Ermordung der Juden im besetzten Polen. Nach dem Krieg wurde er US-amerikanischer Staatsbürger. Karski starb im Jahr 2000.


IAR/jc

Karski wird „von den Juden niemals vergessen“

19.11.2025 11:21
Der Vorsitzende von Yad Vashem, Dani Dajan, hat zum 25. Todestag des polnischen Untergrundkuriers Jan Karski dessen historische Rolle und moralische Haltung gewürdigt. Karski werde „von den Juden niemals vergessen“, sagte Dajan der Katholischen Nachrichtenagentur.