Deutsche Redaktion
Folge uns auf Google

Folge uns auf Google, um unsere News immer ganz oben zu sehen.

Daten von Millionen Polen nach Cyberangriff auf MyDr gestohlen

13.08.2026 11:44
Bei einem Cyberangriff auf die polnische Firma MyDr könnten Daten von fast 19 Millionen Menschen betroffen sein. Nach Angaben des Unternehmens stammen die möglicherweise entwendeten Informationen jedoch größtenteils aus dem Jahr 2024 und früheren Jahren.
Bild:
Bild:Pete Linforth/pixabay.com/CC0 Public Domain

MyDr erklärte, Opfer eines „externen, gezielten kriminellen Angriffs“ geworden zu sein. Welche Daten genau betroffen sind und wie viele Datensätze offengelegt wurden, könne derzeit noch nicht bestätigt werden. Die Daten stammten „höchstwahrscheinlich aus der Vergangenheit“ und könnten nicht alle Kunden und Patienten des Unternehmens umfassen.

MyDr arbeitet unter anderem für Ärzte und medizinische Einrichtungen. Nach Angaben des Unternehmens überwachen externe Cyberspezialisten das Darknet. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung habe es keine Hinweise darauf gegeben, dass die entwendeten Daten veröffentlicht oder zum Verkauf angeboten worden seien. Die Systeme des Unternehmens seien weiterhin sicher und normal nutzbar.

Polens Digitalminister Krzysztof Gawkowski rief mögliche Betroffene zur Vorsicht auf. Besonders wichtig sei es, die persönliche Identifikationsnummer PESEL zu sperren. Dies könne über die staatliche App mObywatel innerhalb weniger Sekunden erfolgen.

Gawkowski versicherte zugleich, dass die gestohlenen Daten derzeit nicht öffentlich zugänglich seien. „Heute gibt es diese Daten nicht im öffentlichen Raum. Sie werden nirgendwo zum Verkauf angeboten“, sagte der Minister. 

Das Zentrum für E-Gesundheit rät den Bürgern, für verschiedene Dienste starke und jeweils unterschiedliche Passwörter zu verwenden und eine Mehrfaktor-Authentifizierung zu aktivieren. Die polnische Datenschutzbehörde warnte zudem davor, persönliche Daten an unbekannte Anrufer weiterzugeben. Andernfalls bestehe die Gefahr von Phishing-Angriffen, bei denen weitere persönliche Daten oder Zugangsdaten zu Bankkonten erbeutet werden könnten.

Die Regierung kündigte an, über die Website bezpiecznedane.gov.pl eine Möglichkeit bereitzustellen, mit der Bürger überprüfen können, ob ihre Daten von dem Vorfall betroffen sind. Zum Zeitpunkt des Berichts waren die Daten des MyDr-Leaks allerdings noch nicht in die Datenbank des Dienstes eingespielt worden.


IAR/jc