Von 1982 bis 2018 kam Dąbrowski fast jeden Freitagabend zum zentralen Garema Place. Dort verteilte sie selbst gekochte Suppe, Brot und Getränke an Menschen, die Unterstützung benötigten. Sie setzte ihre Arbeit bis zum Alter von 92 Jahren fort. „Es ist nur Suppe“, soll sie ihre Tätigkeit selbst bescheiden beschrieben haben.
Für viele Bedürftige war ihre Hilfe jedoch weit mehr als eine Mahlzeit. Garema Place wurde zu einem Ort der Begegnung, an dem Menschen nicht nur warmes Essen bekamen, sondern auch mit jemandem sprechen konnten und das Gefühl hatten, nicht vergessen zu werden.
Dąbrowska kam nach dem Zweiten Weltkrieg nach Australien und wurde in Canberra heimisch. Sie starb 2020 im Alter von 94 Jahren. Die nun enthüllte Skulptur mit dem Titel „Soup Kitchen Lady“ erinnert an ihr jahrzehntelanges Engagement. Geschaffen wurde sie von der Künstlerin Louise Skačej.
Mit dem Denkmal würdigen die Behörden des Australian Capital Territory (ACT) zugleich den Beitrag einer polnischen Einwanderin zum Leben der Stadt.
IAR/jc