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Finanzminister: „Russland darf man nicht vertrauen“

01.09.2026 12:08
Polens Finanz- und Wirtschaftsminister Andrzej Domański hat beim G20-Treffen im US-Bundesstaat North Carolina die Teilnahme des russischen Finanzministers Anton Siluanow kritisiert. „Russland darf man nicht vertrauen, weil Vertreter der Russischen Föderation notorisch lügen“, sagte Domański der PAP. Polen wolle den Druck auf Moskau weiter erhöhen.
Szef MF Andrzej Domanski
Szef MF Andrzej DomanskiPAP/Radek Pietruszka

„Wir sind der Auffassung, dass man Russland weiterhin mit allen möglichen Mitteln unter Druck setzen muss“, betonte der Minister. Warschau unterstütze deshalb weitere Sanktionspakete und halte auch an seiner klaren Position zu den eingefrorenen russischen Vermögenswerten fest. „Wir sehen, dass dieser Druck Wirkung zeigt, weil sich die russische Wirtschaft in einer immer größeren Krise befindet“, sagte Domański.

Siluanow hatte sich am Rande des G-20-Treffens in Asheville mit seinem US-Amtskollegen Scott Bessent getroffen. Es war das erste bilaterale Treffen der beiden Minister. Nach Angaben von Reuters-Quellen soll Bessent dabei klargemacht haben, dass Russland vor dem Ende des Krieges gegen die Ukraine nicht mit einer Aufhebung der Sanktionen rechnen könne. Zudem habe er auf die Annahme des Friedensplans von US-Präsident Donald Trump gedrängt.


Domański verwies zudem auf die Lage in der Ukraine: „Dort dauert die brutale russische Aggression an. Menschen sterben, Zivilisten sterben.“ Dabei verwies er auf einen jüngsten russischen Angriff auf Kiew, bei dem mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen seien.

Fokus auf Wirtschaftswachstum und KI

Die Beratungen in Asheville wurden am ersten Tag nach Angaben Domańskis vor allem von der Frage des Wirtschaftswachstums und den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf die Produktivität bestimmt. Polen erhielt demnach eine führende Rolle bei einer Sitzung zum Thema Wachstum. „Dieser wirtschaftliche Erfolg Polens wird hier sehr deutlich wahrgenommen“, sagte Domański.

Beim Einsatz von KI müsse die Technologie den Menschen dienen, sagte der Minister. Ohne gesellschaftliche Unterstützung werde der technologische Wandel „eigentlich nicht stattfinden“.


PAP/jc

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