SpaceX steht unter dem Druck der polnischen Regierung, nachdem das Unternehmen seine Kunden darüber informiert hat, dass Polen ab dem 17. August aus einer gemeinsamen europäischen Roaming-Zone für seinen Satelliten-Internetdienst Starlink herausgenommen wird. Der Minister für Digitalisierung, Krzysztof Gawkowski, erklärte, er habe das Unternehmen aufgefordert, die Gleichbehandlung polnischer Nutzer unverzüglich wiederherzustellen. Sie dürften nicht mit strengeren Bedingungen konfrontiert werden als die meisten anderen europäischen Kunden. „Polen ist kein Markt zweiter Klasse, polnische Kunden sind keine Kunden zweiter Klasse“, schrieb er auf X.
Die Änderung betrifft Starlink-Roam-Tarife, die den Internetzugang auf Reisen ermöglichen. Sobald sie in Kraft tritt, müssen polnische Kunden, die ihr Starlink-Terminal ins Ausland mitnehmen, ihre Reise anmelden und ihre Ausweisdokumente verifizieren. Diese Anforderungen gelten für Nutzer aus vielen anderen europäischen Ländern derselben Region nicht.
Gawkowski zufolge seien einige Neukunden bereits seit Mitte Juli den strengeren Regeln unterworfen. Sollte SpaceX die Änderung mit „lokalen regulatorischen Anforderungen“ begründen, müsse das Unternehmen konkret angeben, welche Vorschriften eine unterschiedliche Behandlung Polens erfordern würden. Wie Gawkowski betonte, bedeute die Änderung keinen Rückzug von Starlink aus dem polnischen Markt.
PAP/defence24/ps