„Russland greift weiterhin die ukrainische Grenzinfrastruktur an und bringt damit seinen Krieg näher an die Grenzen der NATO“, schrieb Andrij Sybiha am Montag im Onlinedienst X.
„Zum Glück wurde niemand verletzt“. Die Angriffe zeigten jedoch, „dass die russische Aggression die Sicherheit weit über die Ukraine hinaus bedroht“. Sie müsse durch entschlossenes Handeln gestoppt werden, forderte der Minister. Dazu gehörten eine Verschärfung der Sanktionen, weiterer Druck auf Russland und eine stärkere Unterstützung der ukrainischen Luftverteidigung.
Polen aktiviert Luftverteidigung
Während des russischen Luftangriffs auf die Ukraine hatte das polnische Regierungszentrum für Sicherheit (RCB) am Montag vor einer möglichen Gefahr aus der Luft in der Woiwodschaft Lublin gewarnt. Nach Angaben des Militärs wurde der polnische Luftraum jedoch nicht verletzt. Eine Drohne sei auf ukrainischer Seite nahe dem Grenzübergang Dorohusk abgestürzt.
„Unsere Luftverteidigungssysteme und Flugzeuge waren einsatzbereit“, schrieb der Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz auf X. Nach der Aufhebung des Alarms seien die Flugzeuge zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt worden.
Explosion auf ukrainischer Seite
Auch ukrainische Medien berichteten über den Drohnenangriff nahe der polnischen Grenze. Der Grenzübergang Jahodyn selbst sei nicht beschädigt worden. Nach ersten Angaben des Bürgermeisters der Gemeinde Dorohusk, Wojciech Sawa, schlug die Drohne neben einem alten Terminal auf ukrainischer Seite ein.
„Man konnte eine Explosion hören und auch schwarzen Rauch sehen“, sagte Sawa.
Bereits im September Angriff in der Region
Bereits in der Nacht zum 13. September hatte eine russische Drohne die Gegend nahe dem Grenzübergang angegriffen. Damals wurden nach ukrainischen Angaben eine nahe gelegene Tankstelle und ein Eisenbahnknotenpunkt getroffen.
Nach Angaben des ukrainischen Eisenbahnunternehmens Ukrzaliznyzja befand sich kurz vor dem damaligen Angriff ein Sonderzug mit Sicherheitsberatern mehrerer EU-Staaten und ehemaligen europäischen Regierungschefs am Bahnhof. Unter ihnen war auch der frühere britische Premierminister Boris Johnson. Zum Zeitpunkt des Angriffs stand dort allerdings ein anderer Zug, in dem sich unter anderem der ehemalige CIA-Direktor David Petraeus befand.
PAP/jc