„Der Moment, in dem sich nichts mehr ändern lässt, kann sehr schnell und für alle unerwartet kommen“, sagte Putin.
Mit Blick auf die russische Exklave Kaliningrad erklärte Putin, Russland wolle niemanden angreifen, werde aber auf eine mögliche Aggression reagieren. Sollte das Gebiet bedroht werden, könne Moskau sein gesamtes verfügbares Arsenal einsetzen. Russland hatte die Nato zuvor vor den Folgen eines möglichen Versuchs gewarnt, Kaliningrad vom übrigen Staatsgebiet abzuschneiden.
Putin wies zugleich Behauptungen zurück, Russland könnte in den kommenden Jahren ein weiteres europäisches Land angreifen. „Wir bedrohen niemanden und planen nicht, europäische Länder anzugreifen – weder 2030 noch 2050“, sagte er. Die westliche Unterstützung für ukrainische Angriffe tief im russischen Staatsgebiet bezeichnete er dagegen als Sicherheitsrisiko.
Der Kremlchef machte den Westen und die Nato für die zunehmenden Spannungen verantwortlich. Als Beispiele für eine Eskalation nannte er westliche Militärübungen und das Festsetzen russischer Schiffe. Russland hatte im Februar 2022 seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen.
PAP/jc