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Moskau droht nach ukrainischen Angriffen auf Ölraffinerien mit Eskalation

05.10.2026 11:29
Nach ukrainischen Angriffen auf russische Ölraffinerien hat Moskau mit einer Ausweitung seiner Angriffe auf Kiew gedroht. Das russische Verteidigungsministerium reagierte damit auf Aussagen des ukrainischen Präsidenten, wonach die Ukraine weitere russische Raffinerien angreifen werde.
Wolodymyr Selenskyj
Wolodymyr SelenskyjREUTERS/Kylie Cooper

Wolodymyr Selenskyj hatte in einem Interview mit Reuters erklärt, Kiew werde auf eine Verschärfung der russischen Kriegsführung mit weiteren Angriffen auf Raffinerien reagieren. Nach seinen Angaben habe Wladimir Putin eine Intensivierung der Angriffe angeordnet. Dabei würden auch zivile Ziele wie Schulen und Krankenhäuser getroffen.

Russische Streitkräfte griffen zuletzt mehrfach strategische Brücken in Kiew an. Am Sonntag wurde erneut die Nordbrücke getroffen. Bereits am Vortag war die Südbrücke, die zweitgrößte Brücke der ukrainischen Hauptstadt, angegriffen worden. Selenskyj sagte, Russland wolle damit die Verbindungen zwischen dem linken und rechten Dnipro-Ufer unterbrechen und die Stadt lahmlegen.

Die ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien haben nach Angaben der Internationalen Energieagentur Auswirkungen auf die russische Treibstoffversorgung. Im Juni 2026 sei die russische Ölverarbeitung auf den niedrigsten Stand seit mehr als 20 Jahren gefallen. Die Benzinproduktion lag demnach 20 Prozent und die Dieselproduktion 30 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Russland hat unterdessen die Beschränkungen für den Export von Diesel verlängert. Die Maßnahme gilt nach Angaben der Quelle bis Ende Oktober.


PAP/jc

 

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