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Museum der Polnischen Post in Gdańsk mit neuer Ausstellung wiedereröffnet

06.10.2026 12:42
Das Museum der Polnischen Post in Gdańsk/Danzig ist nach einer umfassenden Modernisierung mit einer erweiterten Dauerausstellung wiedereröffnet worden. Die neue Ausstellung umfasst acht Räume und ist damit mehr als doppelt so groß wie zuvor. Erstmals können Besucher auch den Keller des historischen Gebäudes besichtigen.
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Photo:PAP/Adam Warżawa

Die Wiedereröffnung fand am Montag statt, am 87. Jahrestag der Hinrichtung polnischer Postangestellter, die das Gebäude am Beginn des Zweiten Weltkriegs gegen deutsche Truppen verteidigt hatten. Am 1. September 1939 war die Polnische Post in Danzig eines der ersten Ziele des deutschen Angriffs.

Die Modernisierung dauerte rund 15 Monate. Die Ausstellung verbindet multimediale Elemente mit persönlichen Gegenständen, Fotografien und Dokumenten, die zum Teil von den Familien der damaligen Verteidiger zur Verfügung gestellt wurden.

Zu den Exponaten gehören unter anderem der Ehering des Postbeamten Franciszek Klinkosz und ein von einer Kugel beschädigter Uniformknopf. Beide Gegenstände wurden 1991 in einem Massengrab im Danziger Stadtteil Zaspa gefunden. Dort waren 38 Verteidiger begraben worden, die von einem deutschen Gericht zum Tode verurteilt worden waren.

Auch ein polnischer Briefkasten aus der Vorkriegszeit mit Einschusslöchern ist zu sehen. An ihm sind noch die Spuren eines entfernten polnischen Adlers erkennbar. Weitere Exponate erinnern an das gesellschaftliche Leben der polnischen Gemeinschaft im damaligen Freistaat Danzig.

Die neue Ausstellung beschränkt sich damit nicht auf die Kämpfe um das Postgebäude. Sie zeigt auch das Leben der polnischen Bevölkerung in Danzig vor dem Krieg und führt anschließend zu den Ereignissen vom 1. September 1939.


PAP/jc