Papst Leo XIV. hat sich am Mittwoch bei der Generalaudienz im Vatikan an die Polen gewandt und zur Stärkung der Einheit des europäischen Kontinents aufgerufen. In der Audienzhalle Paul VI. hat der Papst unter anderem Gläubige aus der Erzdiözese Łódź gegrüßt. Anschließend sagte er: „In diesen Tagen gedenken wir der heiligen Kyrill und Method, der Apostel der Slawen und Schutzpatrone Europas, der Väter des Christentums, der Sprache und der Kultur der slawischen Völker. Kehren wir zu ihrem apostolischen Werk zurück, wie es der heilige Johannes Paul II. empfohlen hat, um eine neue Einheit des europäischen Kontinents aufzubauen und Spannungen, Spaltungen und Gegensätze – religiöse wie politische – zu überwinden.“
In seiner Katechese betonte Leo XIV. die Bedeutung des Wortes Gottes im Leben der Kirche. „Was die Kirche zutiefst ersehnt, ist, dass das Wort Gottes jedes ihrer Mitglieder erreicht und ihren Glaubensweg nährt. Doch das Wort Gottes drängt die Kirche auch über sich selbst hinaus und öffnet sie immer wieder für die Mission gegenüber allen“, erklärte er. „Wir leben umgeben von vielen Worten, doch wie viele von ihnen sind leer. Manchmal hören wir auch kluge Worte, die jedoch unser letztes Ziel nicht berühren. Das Wort Gottes hingegen kommt unserem Verlangen nach Sinn und nach der Wahrheit über unser Leben entgegen“, sagte Leo XIV.
Er erinnerte zudem an den in der Kirche begangenen Welttag der Kranken. „Nach der Audienz werde ich zur Lourdes-Grotte in den Vatikanischen Gärten gehen, wo ich eine Kerze anzünden werde – als Zeichen meines Gebets für alle Kranken, an die wir heute, am Welttag der Kranken, in besonderer Liebe denken“, so der Papst.
IAR/ps