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„Jalta II“ verhindern: Außenminister Sikorski appelliert an Staatspräsident

20.10.2026 11:00
Polens Außenminister setzt auf Nawrockis Kontakte ins Weiße Haus. Sikorski betonte, der Druck des Westens müsse Russland als Angreifer treffen, nicht die Ukraine.
Der polnische Auenminister Radoslaw Sikorski nimmt am 13. Oktober 2026 in Warschau, Polen, an der Podiumsdiskussion Die Rckkehr der Machtpolitik: Europa zwischen Krieg und Rivalitt im Rahmen des Warschauer Sicherheitsforums 2026 teil. REUTERSAleksandra Szmigiel
Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski nimmt am 13. Oktober 2026 in Warschau, Polen, an der Podiumsdiskussion „Die Rückkehr der Machtpolitik: Europa zwischen Krieg und Rivalität“ im Rahmen des Warschauer Sicherheitsforums 2026 teil. REUTERS/Aleksandra SzmigielREUTERS/Aleksandra Szmigiel

Außenminister Radosław Sikorski hat Präsident Karol Nawrocki aufgefordert, dessen Kontakte zu Donald Trump für die Ukraine und die Sicherheit Polens einzusetzen. Sollte Nawrocki tatsächlich Einfluss im Weißen Haus haben, sei jetzt der Zeitpunkt dafür gekommen, sagte Sikorski im Interview mit PAP. Aus seiner Sicht gehe es darum, ein „Jalta II“ für die Ukraine zu verhindern und die amerikanische Militärpräsenz in Polen zu stärken.

Sikorski betonte, der Druck des Westens müsse Russland als Angreifer treffen, nicht die Ukraine. Er bezog sich auf die Aussage von US-Außenminister Marco Rubio, wonach die Aussetzung des sogenannten Graham-Gesetzes auf 60 Tage begrenzt sei. Eine endgültige Entscheidung über einen US-Stützpunkt in Polen stehe weiterhin aus und liege bei Washington.

Nawrocki hatte sich bereits öffentlich gegen eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland ausgesprochen. Trump hat indes Zölle gegen große Abnehmer russischen Öls und Gases auf unbestimmte Zeit ausgesetzt sowie neue Sanktionen gestoppt. 

Das Europäische Parlament setzte für Dienstagabend eine Debatte über die US-Entscheidungen auf die Tagesordnung. Parlamentspräsident Włodzimierz Czarzasty sagte bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden der Parlamentarischen Versammlung der NATO-Staaten, Marcos Perestrello, Polen halte eine fortgesetzte Unterstützung der Ukraine für notwendig.

IAR/PAP/adn


Reuters: Weißes Haus ordnete Starshield-Beschränkung für Ukraine an

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Reuters zufolge erhielt das Pentagon aus dem Weißen Haus den Auftrag, Starshield für die Ukraine zu begrenzen. Wer entschied, bleibt offen. Trump habe dies nicht verlangt, sagt ein US-Regierungsvertreter.

Staatspräsident und Premier stellen sich gegen Lockerung des Russland-Drucks

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Polens Präsident und Regierungschef wenden sich gegen die US-Ausnahme für russischen Diesel. Beim EU-Gipfel in Brüssel soll über neue Schritte gegen Moskau und die Unterstützung für Kyjiw beraten werden.

Gefährliche Normalisierungsversuche

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Kann die Politik von Trump in Bezug auf Moskau auch europäische Russlandversteher ermutigen?

Streit um Afghanistan: Sikorski kritisiert Hegseth

19.10.2026 07:05
Radosław Sikorski hat Äußerungen des US-Kriegsministers Pete Hegseth zum Einsatz der Verbündeten in Afghanistan kritisiert. Polens Chefdiplomat hat an während ihres Einsatzes in der Provinz Ghazni getöteten Soldaten erinnert. Zuvor hatte sich der US-Vertreter mit scherzhaften Anekdoten über die Beteiligung der Koalitionstruppen am Militäreinsatz geäußert.

Habeck warnt vor Gasgeschäften mit Putin

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Robert Habeck, ehemaliger Vizekanzler und Wirtschaftsminister im Kabinett von Olaf Scholz, spricht im Interview mit Business Insider Polska über die Fehler der deutschen Russlandpolitik und warnt vor einer möglichen Rückkehr zu russischen Gasimporten. Für seine Partei, die Grünen, könne er eine erneute wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland nach Kriegsende ausschließen, sagt Habeck. Nicht jedoch für den Fall, dass die AfD weiter an Einfluss gewinne. Sie sei vermutlich die prorussischste Partei Europas und würde nicht zögern, russische Energie zu kaufen und die Unterstützung für die Ukraine einzustellen. Genau das fordere sie bereits in ihrem Wahlkampf. Sollte die AfD tatsächlich Regierungsverantwortung übernehmen, würde sich die europäische Politik grundlegend verändern.