Die Militärstaatsanwaltschaft in Lublin hat das Verfahren zum Eindringen von mehr als 30 Drohnen in den polnischen Luftraum in der Nacht zum 10. September 2025 eingestellt. Die Ermittler hätten nicht klären können, wer den Angriff persönlich angeordnet und geleitet habe, berichtet die liberalkonservative Tageszeitung RZECZPOSPOLITA.
Die Fluggeräte, darunter russische Gerbera-Drohnen, seien an 27 Orten in verschiedenen Regionen Polens gefunden worden. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft in Lublin, Marcin Kozak, sagte: „Ich kann nur sagen, dass das Verfahren eingestellt wurde, weil der Täter der Straftat nicht ermittelt wurde.“ Gemeint sei die Verletzung des polnischen Luftraums und die dadurch entstandene Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. Der überwiegende Teil der Akten und die Begründung der Entscheidung seien geheim oder streng geheim.
Untersucht wurde auch die Reaktion der polnischen Streitkräfte. Die Staatsanwaltschaft kam nach Angaben von RZECZPOSPOLITA zu dem Schluss, das Militär habe die geltenden Verfahren eingehalten und sei zum Abschuss feindlicher Objekte berechtigt gewesen. Kozak sagte: „Für den Einsatz von Kampfmitteln gab es eine Genehmigung, und er war begründet.“ In diesem Teil des Verfahrens sei kein strafbares Verhalten festgestellt worden.
Welche Fluggeräte konkret abgeschossen wurden, blieb unter Verschluss. In einigen Drohnen wurden nach Recherchen der Zeitung SIM-Karten polnischer Mobilfunkanbieter gefunden. Ob sie gestohlen oder illegal beschafft worden waren, wurde nicht öffentlich gemacht.
PAP/adn