Premierminister Donald Tusk hat am Samstag gemeinsam mit dem stellvertretenden Premierminister und Verteidigungsminister, Władysław Kosiniak-Kamysz, dem Innenminister und Koordinator für Sonderdienste, Tomasz Siemoniak, die polnische Grenze zu Weißrussland besucht. Während einer Pressekonferenz nach einem Briefing mit dem Kommandostab wurden sich dem Konferenzort nähernde Migranten auf der anderen Seite der Grenze gefilmt.
Nach Angaben des polnischen Regierungschefs, habe es sich um illegale Migranten gehandelt. Sie seien absichtlich genau zum Zeitpunkt der Pressekonferenz (deren Datum öffentlich bekannt war) an die Grenze gefahren worden. „Eine Gruppe von Migranten, die höchstwahrscheinlich absichtlich von Weißrussen mitgenommen wurde, kommt gerade am Ort unserer Konferenz an“, hieß es auf dem X-Profil des Premierministers.
98-prozentige Erfolgsquote bei der Verhinderung des illegalen Grenzübertritts
Während der Konferenz sagte der Premierminister, dass die weißrussischen und russischen Behörden für den Migrationsdruck an der polnisch-weißrussischen Grenze verantwortlich seien. Er betonte auch, dass die polnischen Dienste gute Arbeit leisten, um Versuche des Grenzübertritts zu vereiteln. Tusk bezifferte die Effektivität der polnischen Dienste auf 98 Prozent.
Wie Donald Tusk weiter mitteilte, habe es weitere Verhaftungen von an der Schleusung illegaler Einwanderer beteiligten Personen internationaler Banden gegeben. Die polnischen Behörden würden effektiv „Kriminelle fangen, die mit der anderen Seite beim illegalen Schmuggeln von Einwanderern über die polnische Grenze zusammenarbeiten“.
Nach Angaben des Grenzschutzes der Woiwodschaft Podlachien hat es in diesem Jahr über 2.000 Versuche gegeben, die Grenze illegal zu überschreiten, davon 1.300 im März.
PR/ps