„Nur die EU, deren Wirtschaft mit der der Vereinigten Staaten vergleichbar ist, kann auf neue Zölle reagieren“, erklärte Radosław Sikorski in sozialen Medien. „In diesem Bereich ist die EU die stärkste und die Mitgliedsstaaten profitieren davon. Alleine gegen die Mächte wie China oder die USA wären sie in einer viel schlechteren Position", betonte er auf X.
So kommentierte Polens Spitzendiplomat die von Donald Trump angekündigte Erhöhung der Zollsätze für Einfuhren in die Vereinigten Staaten.
Die neuen Sätze reichen von 10 Prozent für die meisten Länder bis zu 54 Prozent für chinesische Waren. Die US-Zölle auf Waren aus der Europäischen Union wurden auf 20 Prozent festgesetzt. Für Kanada und Mexiko gelten gesonderte Zölle von 25 Prozent. Für Fahrzeuge und Autoteile bleiben gesonderte Zölle von 25 Prozent unverändert.
Polen und die EU reagieren auf Trumps Zollerhöhungen
Die Europäische Union hat Vergeltungsmaßnahmen angekündigt, nachdem Präsident Donald Trump weitreichende neue Zölle angekündigt und damit den globalen Handelskrieg weiter eskaliert hat, berichtete der Polnische Rundfunk. Auch der polnische Premierminister Donald Tusk und Finanzminister Andrzej Domański haben sich dazu geäußert.
„Freundschaft bedeutet Partnerschaft. Partnerschaft bedeutet reale und ehrliche, gegenseitige Zölle. Angemessene Entscheidungen sind notwendig", erklärte der polnische Regierungschef auf X kurz nach der Ankündigung des US-Präsidenten im Weißen Haus.
„Dies ist kein optimistischer Morgen für Verbraucher und Unternehmen, aber Polen und Europa werden gestärkt aus dieser Situation hervorgehen", betonte indes Finanzminister Andrzej Domański.
Im Anschluss an Donald Trumps Bekanntmachung haben führende Politiker mehrerer Länder, darunter Australiens, Japans, Chinas, Großbritanniens und Italiens Gegenmaßnahmen angekündigt. Auch die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat eine entschiedene Reaktion auf die neuen US-Zölle angekündigt.
PAP/PR/ps