Deutsche Redaktion

Polens Präsident würdigt Gdynia zum 100. Jahrestag der Stadtrechte

11.02.2026 11:42
Präsident Karol Nawrocki hat die Hafenstadt Gdynia anlässlich des 100. Jahrestags ihrer Stadtrechte als „Kind einer unabhängigen, souveränen Republik“ gewürdigt. Gdynia sei „gebaut auf harter Arbeit, Schweiß, Opferbereitschaft und schönen Idealen“, sagte er am Dienstag bei einer feierlichen Sitzung des Stadtrats im Musiktheater der Stadt.
Gdynia to blisko ćwierćmilionowa metropolia, będąca kluczowym ośrodkiem portowym, akademickim i kulturalnym.
Gdynia to blisko ćwierćmilionowa metropolia, będąca kluczowym ośrodkiem portowym, akademickim i kulturalnym.Shutterstock/sashk0

Mit Blick auf die Werft sagte er, dort werde „Verantwortung für die Sicherheitsinfrastruktur des gesamten Ostseeraums aufgebaut“, der in kurzer Zeit „zu einem inneren Meer der NATO geworden“ sei. Ohne die Marinewerft und ohne Gdynia lasse sich Sicherheit in diesem Gebiet nicht gewährleisten.

Der Präsident verwies zudem auf den Bau der Mehrzweckfregatten „Miecznik“ sowie auf den Hafen von Gdynia, der sich dynamisch entwickle und jährlich neue Umschlagrekorde erreiche.

In seiner Rede erinnerte Nawrocki an die Gründung der Stadt nach dem Ersten Weltkrieg und an die Rolle des Ingenieurs Tadeusz Wenda sowie des Politikers und Wirtschaftsplaners Eugeniusz Kwiatkowski. Wenda habe mit „ingenieurhaftem Geist und Vorstellungskraft“ das Potenzial des Küstenabschnitts erkannt, den Polen nach dem Versailler Vertrag erhalten habe. Kwiatkowski wiederum habe das Projekt entschlossen vorangetrieben.

Gdynia sei mehr als ein Hafen- und Stadtbauprojekt gewesen, sagte Senatsmarschallin Kidawa-Błońska. Es sei eine Strategie für die Zukunft Polens gewesen. Die Stadt habe sich zu einem „schönen, sicheren polnischen Fenster zur Welt“ entwickelt.

Bildungsministerin Barbara Nowacka bezeichnete Gdynia als „die schönste Stadt Polens“ und würdigte die 26-jährige Amtszeit des früheren Stadtpräsidenten Wojciech Szczurek.

Gdynia erhielt am 10. Februar 1926 per Regierungsverordnung die Stadtrechte – genau sechs Jahre nach der symbolischen „Vermählung Polens mit dem Meer“. Aus einem Fischerdorf an der Ostsee entwickelte sich in wenigen Jahrzehnten eine moderne Metropole mit heute knapp 250.000 Einwohnern und einem der wichtigsten Seehäfen des Landes.


PAP/jc