Deutsche Redaktion

Russland senkt Wachstumsprognose deutlich

13.05.2026 11:53
Die russische Regierung hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum im Jahr 2026 deutlich nach unten korrigiert. Wie russische Medien unter Berufung auf Vizepremier Alexander Nowak berichteten, rechnet Moskau nur noch mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,4 Prozent. Zuvor war die Regierung von 1,3 Prozent ausgegangen.
Władimir Putin
Władimir PutinReuters

Als Gründe gelten sinkende Einnahmen aus Öl- und Gasexporten, hohe Inflation sowie die anhaltend hohen Militärausgaben infolge des Kriegs gegen die Ukraine. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums schrumpfte die russische Wirtschaft im ersten Quartal 2026 bereits um 0,3 Prozent.

Der Wirtschaftsexperte Andrei Gnidtschenko bezeichnete die neue Prognose laut der Zeitung „The Moscow Times“ als überraschend pessimistisch. Die Schätzung basiere auf vergleichsweise niedrigen Ölpreisen von durchschnittlich 59 Dollar pro Barrel in diesem Jahr und 50 Dollar in den kommenden Jahren.

Nach den neuen Regierungsannahmen sollen Investitionen in Russland weiter zurückgehen. Gleichzeitig dürfte die Inflation mit 5,2 Prozent auf hohem Niveau bleiben.

Die russische Regierung erwartet erst ab 2027 wieder eine stärkere wirtschaftliche Erholung.

 


PAP/jc

Tusk: Krieg in der Ukraine könnte noch zehn Jahre dauern

26.10.2025 06:58
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk rechnet mit einem langwierigen Krieg in der Ukraine. In einem Interview mit der britischen Zeitung Sunday Times sagte Tusk, er befürchte, dass der Krieg „ein Jahrzehnt dauern könnte“. Zwar sei die Ukraine bereit, „noch zwei oder drei Jahre lang“ gegen Russland zu kämpfen, doch „ich habe Angst, dass es viel länger dauern wird“, erklärte der Regierungschef.