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Korruptionsskandal in der Ukraine

28.07.2026 07:20
Das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) hat ein System zur Veruntreuung von Geldern aufgedeckt, die nach Beginn der russischen Invasion für die Unterstützung der Ukraine bestimmt waren. Zu den Verdächtigen gehört unter anderem ein ehemaliger Staatssekretär im ukrainischen Außenministerium.
Nach Angaben der Ermittler soll eine kriminelle Gruppe unter Fhrung eines ehemaligen Staatssekretrs im ukrainischen Auenministerium internationale Geldgeber und Mitarbeiter ukrainischer Auslandsvertretungen in die Irre gefhrt haben.
Nach Angaben der Ermittler soll eine kriminelle Gruppe unter Führung eines ehemaligen Staatssekretärs im ukrainischen Außenministerium internationale Geldgeber und Mitarbeiter ukrainischer Auslandsvertretungen in die Irre geführt haben.Shutterstock/Aleksandrkozak

Nach Angaben der Ermittler soll eine kriminelle Gruppe unter Führung eines ehemaligen Staatssekretärs im ukrainischen Außenministerium, der das Amt von 2020 bis 2024 innehatte, internationale Geldgeber und Mitarbeiter ukrainischer Auslandsvertretungen dazu gebracht haben, Finanzhilfen auf das Konto einer von ihr kontrollierten Nichtregierungsorganisation zu überweisen. Nach Angaben des NABU wurden diese Mittel formal als Haushaltsgelder des Sonderfonds des Außenministeriums geführt. Die Ermittlungsbehörden nennen den Namen des ehemaligen Staatssekretärs nicht. Das Nachrichtenportal Hromadske weist jedoch darauf hin, dass dieses Amt in dem genannten Zeitraum Oleksandr Bankow innehatte.

Fälschungen und „Konversionszentren“

Das Geld wurde anschließend auf Konten verbundener Unternehmen und Einzelunternehmer überwiesen und von dort über sogenannte Konversionszentren in bar ausgezahlt. Nach Angaben des NABU verwendeten die Beteiligten die gewaschenen Gelder für private Zwecke. Um die Tätigkeit der Nichtregierungsorganisation glaubwürdig erscheinen zu lassen, wurden Dokumente gefälscht und Scheinverträge abgeschlossen.

Den Ermittlern zufolge seien auf diese Weise mehr als 37 Millionen Hrywnja (rund 1,28 Millionen US-Dollar) gewaschen worden. Zu den Verdächtigen zählen der ehemalige Staatssekretär im Außenministerium, der frühere und heute als Diplomat tätige Leiter seines Kabinetts, ein Berater des ehemaligen Außenministers sowie die Buchhalterin der Nichtregierungsorganisation. Ihnen werden unter anderem Betrug und Geldwäsche vorgeworfen.

Das ukrainische Außenministerium betonte, es dulde keinerlei rechtswidrige Aktivitäten, einschließlich Korruption. Nach Angaben des Ministeriums wurde der Fall unter anderem durch eine interne Prüfung und die Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden aufgedeckt. Das Außenministerium erklärte zudem, die Ermittlungen weiterhin zu unterstützen.

RMF24/ps

 

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