Den ganzen Tag über wird in der polnischen Hauptstadt der Opfer und der noch lebenden Teilnehmer des Aufstands gedacht. Die zentralen staatlichen Gedenkfeiern finden um 17 Uhr am Denkmal Gloria Victis auf dem Militärfriedhof Powązki statt.
Um 18.30 Uhr beginnt auf dem Friedhof der Warschauer Aufständischen ein interreligiöses Gebet am Denkmal „Die Unbesiegten Gefallenen“. Anschließend werden Kränze an einem Hügel niedergelegt, in dem die sterblichen Überreste von mehr als 50.000 Einwohnern Warschaus und Kämpfern des Aufstands ruhen.
Der Warschauer Aufstand begann am 1. August 1944. Rund 40.000 bis 50.000 Kämpfer nahmen daran teil. Der ursprünglich auf wenige Tage angelegte Aufstand dauerte mehr als zwei Monate. Etwa 18.000 Aufständische fielen, rund 25.000 wurden verwundet. Etwa 180.000 Zivilisten kamen ums Leben.
Nach der Niederschlagung des Aufstands vertrieben die deutschen Besatzer rund 500.000 Einwohner aus Warschau und zerstörten die Stadt fast vollständig.
IAR/jc