Der Rekordversuch fand bereits am 18. September 2025 im Rahmen des Projekts „Misja Bałtyk“ statt. Auf die Anerkennung durch Guinness World Records musste Rutkowski jedoch fast zehn Monate warten. Nach seinen Angaben war das Prüfverfahren mit umfangreichen Nachweisen verbunden.
Die Überfahrt führte den 35-Jährigen durch teils raues Wetter mit bis zu drei Meter hohen Wellen und starkem Wind. Zwischenzeitlich erreichte er Geschwindigkeiten von bis zu 60 Kilometern pro Stunde. Während der mehr als achtstündigen Fahrt stürzte Rutkowski siebenmal. Außerdem musste er Containerschiffen ausweichen.
Besonders belastend sei jedoch die zunehmende Erschöpfung gewesen. „Nach einigen Stunden begann mein Nervensystem einfach abzuschalten. Es gab Momente, in denen ich nicht mehr wusste, wohin ich überhaupt fahren sollte“, schilderte der Sportler. Als er schließlich das Kap Rozewie an der polnischen Ostseeküste erreicht habe, seien ihm die Tränen gekommen.
Rutkowski gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Windsurfern Polens. Er gewann sechs Weltmeistertitel und wurde 20-mal polnischer Meister. Im internationalen Wettkampfbetrieb startet er regelmäßig auf der PWA World Tour und ist auf Slalomrennen spezialisiert.
IAR/euronews/jc