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Trump: Russland wird NATO nicht angreifen

28.08.2026 07:30
Nach dem unangekündigten Besuch von CIA-Chef John Ratcliffe in Moskau hat US-Präsident Donald Trump Spekulationen über einen möglichen russischen Angriff auf NATO-Staaten zurückgewiesen.
U.S. President Donald Trump.
U.S. President Donald Trump.REUTERS/Evelyn Hockstein

„Ich hatte gute Gespräche mit ihm. Er wird kein NATO-Gebiet angreifen“, sagte Trump bei einer Pressekonferenz. Auf die Frage, ob Putin ihm dies zugesichert oder versprochen habe, ging der US-Präsident nicht näher ein.

CIA-Chef zu unangekündigtem Besuch in Moskau 

Ratcliffe war am Dienstag zu einem mehrstündigen, nicht angekündigten Besuch in die russische Hauptstadt gereist. Einzelheiten zu den Gesprächen wurden zunächst nicht bekannt.


Die US-Zeitungen „Wall Street Journal“ und „Politico“ berichteten unter Berufung auf ihre Quellen, Ratcliffe habe Russland bei seinem Besuch vor einem möglichen Angriff auf die baltischen Staaten gewarnt. Hintergrund sollen Einschätzungen des US-Geheimdienstes sein, wonach Moskau einen solchen Schritt möglicherweise erwägen könnte.

Bestätigt wurden diese Berichte zunächst nicht. Auch über den konkreten Inhalt der Gespräche Ratcliffes mit seinem russischen Amtskollegen ist öffentlich nur wenig bekannt.

Trump widersprach zugleich Darstellungen, wonach es sich bei dem Besuch um eine außergewöhnliche diplomatische Mission gehandelt habe. In einem Interview mit dem Nachrichtenportal Axios bezeichnete er die Reise als „standardmäßige dienstliche Tätigkeit“.

„Ratcliffe trifft sich alle sechs Monate oder einmal im Jahr mit seinem russischen Gegenüber. Sie haben ein sehr gutes Verhältnis. Es gab keine besondere Botschaft und nichts Außergewöhnliches“, sagte Trump.

Trump: „Ich mache mir überhaupt keine Sorgen“ 

Trump zeigte sich auch mit Blick auf mögliche russische Provokationen gegenüber NATO-Staaten unbesorgt. „Ich mache mir überhaupt keine Sorgen. Es gibt überhaupt kein Problem“, sagte der Präsident im Gespräch mit Axios.

Damit wies Trump Spekulationen über eine mögliche Eskalation zwischen Russland und dem westlichen Militärbündnis zurück. Zugleich ließ er offen, ob und welche konkreten Sicherheitszusagen es zwischen Washington und Moskau gegeben haben könnte.

Die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen grenzen unmittelbar an Russland beziehungsweise dessen Verbündeten Belarus. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 sind Befürchtungen vor einer möglichen Ausweitung des Konflikts auf weitere europäische Staaten innerhalb der NATO deutlich gestiegen.

Trump droht Russland nicht unmittelbar mit Konsequenzen

Bei der Pressekonferenz wurde Trump auch gefragt, ob die USA Russland wegen seiner Unterstützung für den Iran bestrafen könnten. Der Präsident antwortete, dies „hängt davon ab“.

Gleichzeitig sagte Trump, Russland habe sich bislang „ziemlich gut verhalten, was die Straße von Hormus betrifft“. Die Meerenge zwischen dem Iran und Oman gilt als strategisch bedeutender Transportweg für den internationalen Ölhandel.

Trump betonte zudem, dass die USA auf Maßnahmen anderer Staaten mit eigenen Maßnahmen reagierten. „Aber ihr müsst verstehen: Für jede Sache, die sie tun, tun wir das auch“, sagte er. Als Beispiel verwies der US-Präsident auf die Spionageaktivitäten Chinas und erklärte, dass auch die Vereinigten Staaten China ausspionierten.


IAR/jc

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