Die Brillen wurden bis Mitte August in Stettin und der Region gesammelt. Nun werden sie von freiwilligen Helfern gereinigt, desinfiziert, sortiert und vermessen. Anschließend sollen sie von einem medizinischen Team nach Kenia gebracht und dort an Patienten ausgegeben werden. Ein mehrköpfiges Team aus Ärzten und Studenten der Pommerschen Medizinischen Universität will dort in der Region Meru Patienten untersuchen, Krankheiten diagnostizieren und kleinere Eingriffe durchführen. Zum Team gehört auch ein Augenarzt, der die gesammelten Brillen den Patienten zuordnen soll.
Die Hilfsaktion „Mediziner für Kenia“ findet in diesem Jahr zum achten Mal statt.
Bei früheren Einsätzen in der kenianischen Region Meru führten polnische Ärzte und Studenten innerhalb von knapp zwei Wochen rund 1.000 medizinische Untersuchungen durch.
In Kenia ist medizinische Versorgung kostenpflichtig. Besonders in ländlichen Gebieten fehlt es nach Angaben der polnischen Helfer an Ärzten, Krankenhäusern und medizinischer Ausstattung. Die Zahl der Ärzte pro 1.000 Einwohner ist dort demnach etwa 20-mal niedriger als in Polen.
IAR/jc